Geldauflage für Mann aus Waltrop

Zoff im Treppenhaus: Eltern rangeln um zwei Monate altes Baby

Ein Waltroper rangelt mit seiner Ex-Partnerin um die Sorge für das gemeinsame Baby. Verurteilt wird der 30-Jährige am Ende zwar nicht – ganz ohne Sanktion kommt er aber auch nicht davon.
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Nach einem handfesten Streit mit seiner Partnerin im Beisein eines Babys, das damals keine drei Monate alt war, muss ein Handwerker (30) aus Waltrop eine Geldauflage in Höhe von 600 Euro bezahlen. Das Strafverfahren wegen Körperverletzung wurde am Dienstag (14.9.) am Amtsgericht Recklinghausen im Gegenzug vorläufig eingestellt.

Es war der 27. Juni 2018, als die beiden Elternteile im Treppenflur des Waltroper Wohnhauses des Angeklagten heftig aneinandergerieten. Beide lebten in getrennten Wohnungen. Die Mutter wollte ihren damals zwei Monate alten Babyjungen abholen, der 30-Jährige war damit nicht einverstanden. Was dann genau passiert ist, vermochte das Gericht letztlich nicht sicher festzustellen. Die Aussagen der Belastungszeugin erschienen unterm Strich zu widersprüchlich.

Waltroper stimmt Verfahrenseinstellung zu

Weil der Waltroper über seinen Verteidiger aber angedeutet hatte, dass er nicht ausschließen könne, die Kindsmutter aus Sorge um seinen Sohn kurzzeitig zur Seite gestoßen zu haben, stimmte er am Ende einer Verfahrenseinstellung gegen eine Denkzettel-Zahlung zu.

Die Mutter hatte in ihrer Strafanzeige behauptet, der 30-Jährige habe auf sie eingeschlagen, sie zu Boden geworfen und dann auf sie eingetreten. Der Handwerker hatte das vehement abgestritten. Die Eltern sind inzwischen endgültig getrennt, der Junge lebt im Haushalt des Vaters.

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