Tradition

Waltroper Landvolk feiert ein stimmungsvolles Erntedankfest

Rund 150 Gäste kommen zum Gottesdienst mit Kaffeetrinken auf den Hof Niermann. Bernd Zimmer vom Landwirtschaftlichen Ortsverein lobt den Regen - und kritisiert die Politik.
Mit vielen Kindern, der Schnittergruppe der Landjugend und rund 150 Gästen feiert Pfarrer Carsten Roeger Erntedank in der festlich geschmückten Scheune des Hofes Niermann. © Thomas Bartel

Mit einem stimmungsvollen Gottesdienst hat das Waltroper Landvolk am Sonntag Erntedank gefeiert. Rund 150 Gäste waren zu der Eucharistiefeier in die Scheune auf dem Hof Niermann gekommen. Anschließend klang der Nachmittag mit einem gemütlichen Kaffeetrinken aus.

Dankbarkeit und Wertschätzung – das waren die wichtigsten Stichworte, die Pfarrer Dr. Carsten Roeger von der Pfarrgemeinde St. Peter in seiner Predigt hervorhob. Dankbarkeit – zum einen für das „Wunder“ der deutschen Wiedervereinigung, die ja ebenfalls am 3. Oktober begangen wurde. Dankbarkeit aber auch für die Gaben der Schöpfung, die so reichlich vor dem Altar präsentiert wurden.

Pfarrer mahnt: Sorgsam mit der Schöpfung umgehen

Pfarrer Roeger mahnte dazu, sorgsam mit dem Geschenk der Schöpfung umzugehen, die grundlegende Leistung der Landwirte für die Ernährung der Bevölkerung wertzuschätzen, aber auch dem Personal in den Läden und Supermärkten – gerade in Coronazeiten – einmal für ihren Einsatz auf die Schulter zu klopfen.

Reiche Maisernte wird jetzt von den Feldern geholt

Bernd Zimmer, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Ortsvereins, zeigte sich zufrieden mit dem nassen Frühling und Sommer, was der Natur wohlgetan und den Bauern eine „insgesamt überdurchschnittliche“ Ernte 2021 beschert habe. Auch der Mais, der jetzt von den Feldern geholt werde, stehe sehr gut. „Dies ist ein willkommener Ausgleich für die letzten Hitzejahre und füllt endlich wieder die Silos“, erklärte er.

Zimmer: Flächenverbrauch durch Straßenbau und Kraftwerk zu hoch

Allerdings beklagte er auch, dass Agrarprodukte in diesem Jahr um 25 Prozent teurer geworden seien – und dies für Veredler, etwa Rinder- und Schweinezüchter, hohe Futterkosten bedeute. Auch kritisierte Zimmer, dass in Waltrop durch den geplanten Bau der B474n und Datteln 4 der Flächenverbrauch zu hoch sei. „Nicht nur für die Straße und das Kraftwerk, sondern auch für die immensen Ausgleichsflächen müssen die Bauern ihr Land hergeben“, sagte er.

Der Abend in Datteln

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