25 Jahre IT-Unternehmen Bee

Unterwegs auf einer IT-Straße ohne Schlaglöcher

Er „macht in IT“, der Waltroper Stefan Rower, geschäftsführender Gesellschafter der Firma Bee GmbH. Die Firma gibt es seit mittlerweile 25 Jahren. Und sie kennt sich aus mit „Schlaglöchern“.
Stefan Rower, Geschäftsführer des IT-Unternehmens „Bee“, und Ehefrau Stefanie feiern in Kürze das 25-jährige Betriebsjubiläum. © Meike Holz

Wenn Stefan Rower erklären soll, was seine IT-Firma Bee GmbH eigentlich genau macht, dann nimmt der 42-jährige Waltroper oft dieses Bild zu Hilfe: Sie bauten gewissermaßen Straßen – indem sie IT-Infrastruktur schaffen. Auf diesen Straßen sind Autos unterwegs, die andere gebaut haben. Auf die IT-Szene übertragen: auf der Software läuft, die andere Firmen bereitstellen. Und es seien breite Straßen, die sie bauten, auf denen man mit hoher Geschwindigkeit vorankommt und die keine Schlaglöcher haben, führt Stefan Rower das Bild weiter aus.

Netzwerk konzipieren, Fachsoftware abstimmen

Etwas technischer ausgedrückt: Stefan Rower und seine vier Mitarbeiter unterstützen Kunden dabei, ein Netzwerk zu konzipieren, Fachsoftware auf die Bedürfnisse eines Unternehmens abzustimmen und bei Problemen da zu sein. „Wir sind ein Systemhaus“, sagt Stefan Rower. Bei Bee wird vor allem mit quelloffener Software gearbeitet. Auf lizenzgebundene Software verzichte man, wo es geht. Einfach aus dem Grund: „Sie ist nur so weit konfigurierbar, wie der Hersteller es möchte.“

Ein Systemhaus seit 25 Jahren

Ein Systemhaus sind sie, das es im September seit 25 Jahren gibt. Stefan Rower selbst ist zwar „erst“ seit 2002 dabei. Aber er hat durchaus eine besondere Geschichte in dem Unternehmen, das jetzt seines ist. Von 1995 bis 1998 hatte er seine Ausbildung zum Informationstechnischen Assistenten gemacht, es folgte der Dienst bei der Bundeswehr und dann zwei Jahre im Callcenter. Es seien äußerst lehrreiche Jahre für ihn gewesen, sagt Stefan Rower: „Das hat mir viel gebracht in Sachen Kommunikation.“

Das richtige Gespür für die richtige Ansprache

Das richtige Gespür für die richtige Ansprache zu entwickeln, genau zuzuhören, was das Problem oder das Bedürfnis des Gegenübers ist – das wurde für ihn in seinem späteren Berufsleben enorm wichtig. Vielmehr: Das war auch schon im Vorstellungsgespräch der Faktor, mit dem er seinen späteren Chef beeindruckte: „Ich hab dem einen Knopf an die Backe gelabert“, erzählt Stefan Rower heute schmunzelnd. „Aber es war wohl ein nutzbarer Knopf.“ Denn da kam das mit der Kommunikation ins Spiel: In der Branche arbeiteten viele Nerds, viele Computerfreaks, die technisch brillant ihr Ding machen, aber „wenig Ahnung haben, wie man mit Kunden spricht“, so Stefan Rower.

An der Schnittstelle zwischen Technik, Vertrieb und Kunden

Er wirkte dann an der Schnittstelle zwischen Technik, Kunden und Vertrieb in dem Unternehmen, das seinerzeit noch „Baastrup EDV Entwicklung GmbH“ hieß (siehe Kasten), managte bald auch Projekte.

Und dann kam jener Montag, an dem eigentlich jeden Moment der Chef auf der Arbeit eintrudeln sollte – das Unternehmen selbst war seinerzeit in Dortmund ansässig, der Chef lebte im Hamburger Umland. „Ich selbst war gerade zehn Tage aus der Elternzeit wieder da“, erinnert sich Stefan Rower. Im Januar 2012 war das. Statt des Chefs kamen aber an dem Tag nur dessen Vater und ein Cousin in die Firma: Der Chef war plötzlich verstorben. Im Alter von 47 Jahren.

Wer führt die Geschicke weiter?

Was tun, wer führt die Geschicke der Firma weiter? Stefan Rower hatte immer viel mit seinem Chef zusammengearbeitet, traute sich die Aufgabe zu – und übernahm. Eine Weile habe noch die Witwe interimsmäßig die Leitung innegehabt. Im Juli 2012 wurde er zum (angestellten) Geschäftsführer bestellt, im Mai 2015 dann ging es zum Notar und Rower kaufte das Unternehmen.

Im Prinzip sind sie mit der Bee GmbH auch heute noch deutschlandweit unterwegs, aber der Kern der Kundschaft sei im Umkreis von 50, 60 Kilometern angesiedelt, sagt der 42-Jährige. Das mache den persönlichen Kontakt unkomplizierter.

„Bee“ – wofür steht das eigentlich?

Bee GmbH, das stand einst – den Namen des ursprünglichen Firmeninhabers aufnehmend – für „Baastrup EDV Entwicklung GmbH“. Aber den kompletten Firmennamen habe ohnehin nie jemand verwendet, sagt Stefan Rower. Wenn ihn heute jemand fragt, wofür „Bee“ steht, antwortet er augenzwinkernd: „Wir sind eben fleißig wie die Bienen!“ – Bee ist das englische Wort für Biene.

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