Montage: Kraftwerk Datteln, Dr. Thomas Krämerkämper (BUND)
Dr. Thomas Krämerkämper vom BUND kritisierte bereits den Bau und seit Jahren auch den Betrieb des 1050-Megawatt-Kohlekraftwerks Datteln 4 als klimaschädlich. © Gutzeit/Archiv Montage: Forytta
Der Staat als Eigentümer

Thomas Krämerkämper: Warum lässt man Kraftwerks-Betreiber Uniper nicht pleite gehen?

Muss man das Unternehmen Uniper in der Gaskrise wirklich retten? Der Castrop-Rauxeler Dr. Thomas Krämerkämper von Umweltverband BUND sagt mit Blick aufs Kraftwerk Datteln 4: Muss man nicht!

Dr. Thomas Krämerkämper, Mitglied des Landesvorstands des Umweltverbandes BUND, ist ein Freund klarer Worte. Auch, was die bevorstehende Uniper-Verstaatlichung und ihre Folgen fürs Kraftwerk Datteln 4 angeht. Der Energie-Fachmann fragt provokant, warum man denn das Unternehmen, das auch das Kraftwerk betreibt, als Ganzes retten müsse. „Warum lässt man es nicht insolvent gehen?“ Die „fossilen Strukturen“, sprich: Kohlekraftwerke wie Datteln 4, müssten vom Markt verschwinden. Es sei also letztlich gewünscht, dass sie pleite gehen. Wer den ökologischen Umbau wolle, der dürfe „das Scheitern solcher Strukturen nicht mit Staatseingriffen verhindern“. Man könne ja dann die zukunftsfähigen Unternehmensteile weiterführen.

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Redakteur
Geboren und aufgewachsen in Gelsenkirchen-Buer, studiert in Bochum und Dublin. Wollte seit dem Schülerpraktikum in der achten Klasse nie etwas anderes werden als Journalist. Als freier Mitarbeiter seit dem 14. Lebensjahr eifrig darauf hin gearbeitet, den schönsten Beruf der Welt zu ergreifen. Dann in Osthessen zur Redakteursausbildung. Im Jahr 2006 von Osthessen ins Ostvest. Tief eingeatmet und mit Westernhagen gesagt: “Ich bin wieder hier, in meinem Revier.” Das geliebte Ruhrgebiet, das Ostvest, auch und gerade das kleine Waltrop: Fundgruben für Geschichten, die erzählt werden wollen. Immer wieder gerne.
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