Update

Sturmtief Ignatz: So war die Lage in Waltrop

Sturm und Starkregen hat das Sturmtief Ignatz in der Nacht zum Donnerstag (21.10.) und auch tagsüber noch in Waltrop mitgebracht. Doch mittlerweile hat sich das Wetter etwas beruhigt.
Die Feuerwehr ist auf Einsätze vorbereitet. © Archiv

Update, 21.10., 17 Uhr: Waltrop scheint einmal mehr glimpflich davongekommen zu sein beim Sturm Ignatz am heutigen Donnerstag (21.10.). Die Einsatzkräfte der Feuerwehr rückten nach dem Einsatz am Waldweg am frühen Morgen noch einmal aus: zum Grünen Weg. Dort sei ein Baum auf eine Telefonleitung gefallen, hieß es von der Wache. Die Mitarbeiter des Ver- und Entsorgungsbetriebs hätten dann übernommen.

Während in Oer-Erkenschwick der dortige Waldfriedhof gesperrt wurde, weil der Sturm zum Teil Äste von den Bäumen gerissen hatte, hielt man in Waltrop die Lage im Blick, eine Notwendigkeit für Sperrungen sei aber nicht gegeben gewesen, hieß es von der Stadtverwaltung.

Update, 21.10., 8.30 Uhr
: Der Sturm und der bisweilen starke Regen haben in Waltrop bislang offenbar noch keine gravierenden Schäden mit sich gebracht. Die Feuerwehr Waltrop rückte gegen 7 Uhr zwar zum Waldweg aus, das sei jedoch „harmlos“ gewesen, hieß es von der Wache. Man habe lediglich einen größeren Ast beseitigt.

Noch immer gilt auch für den Kreis RE eine amtliche Warnung vor schweren Sturmböen – die Warnung gilt bis heute um 18 Uhr. Sturmböen mit Geschwindigkeiten bis zu 90 km/h sind zu erwarten. In Schauernähe sowie in exponierten Lagen muss sogar mit orkanartigen Böen bis 110 km/h gerechnet werden. Die Behörden warnen vor Gefahren durch entwurzelte Bäume, herabstürzende Dachziegel oder herumfliegende Gegenstände.

Das hatten wir zuerst berichtet: Der Deutsche Wetterdienst warnt vor schweren Sturmböen und Starkregen ab Mittwochnacht (20.10.) bis zum Donnerstagnachmittag. „Natürlich sind wir auf mögliche Einsätze vorbereitet“, sagt Norbert Goebel von der Waltroper Feuerwehr. Wenn abzusehen ist, dass es heftig wird, werden die Wachen der einzelnen Kreis-Städte zu Einsatzzentralen erklärt. „Das bedeutet, dass die Notrufe zwar weiter bei der Kreisleitstelle in RE auflaufen, wir aber den Einsatz unserer Fahrzeuge selbst disponieren können“, erklärt Goebel. Normalerweise ist es so, dass die Leitstelle entscheidet, welche Fahrzeuge ausrücken.

„Am besten vor Ort entscheiden“

„Aber in einer solchen Lage ergibt es ja Sinn, dass wir das in der eigenen Hand haben“, sagt der Waltroper Brandschützer. „Wir können besser vor Ort beurteilen, wo zum Beispiel ein Baum ein Verkehrshindernis darstellt und schnell beseitigt werden muss und welche Einsätze zur Not warten können, weil niemand gefährdet ist.“ Noch aber, sagte Goebel am Mittag, sei das Signal nicht gekommen, dass Waltrop selbst die Einteilung der Fahrzeuge übernehmen soll. Vielleicht wird es auch gar nicht so heftig. Es wäre nicht das erste Mal, dass Waltrop glimpflicher davonkommt als Nachbarstädte.

Der Abend in Datteln

Täglich um 18:00 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.