Förderprojekt

Start-ups sollen 16 Leerstände in der Waltroper Innenstadt füllen

Die Stadt Waltrop hat vom Land einen Förderscheck von 124.740 Euro erhalten, um Leerstände in der Fußgängerzone zu beseitigen. Jetzt sucht die Wirtschaftsförderung passende „Untermieter“.
Nicht erst seit Coronazeiten ein Phänomen in vielen Innenstädten: Geschäftsaufgaben und leere Ladenlokale. © Meike Holz

Die Idee hat Charme – und das Geld ist jetzt auch da: Die Stadt Waltrop will die leider zahlreichen Leerstände in Geschäftsräumen der Innenstadt durch kommunale Anmietung und mietreduzierte Weitervermietung an Start-ups beseitigen. 124.740 Euro hat das Land Nordrhein-Westfalen jetzt dafür auf das Stadtkonto überwiesen. Nur weitere zehn Prozent der Kosten muss Kämmerer Wolfgang Brautmeier aus der Stadtkasse zuschießen. So soll die Fußgängerzone künftig wieder lebendiger und attraktiver werden.

„Mietheuschrecken“ zeigen kein Interesse

Derzeit wählt sich Wirtschaftsförderer Thomas Paschek die Finger wund, um den Vermietern das Projekt schmackhaft zu machen. Seine Erfahrungen sind weitgehend positiv: „Die lokalen Immobilienbesitzer machen meist gerne mit, nur bei den bekannten ,Mietheuschrecken‘ und großen Fonds beißen wir auf Granit. Sie wollen ihre Räumlichkeiten nicht unter Wert anbieten.“ Insgesamt 16 Objekt-Anbieter hat Paschek mittlerweile aber im Boot. „Wir können Ladenlokale in bester Lage anbieten – in der Hochstraße, in der Dortmunder Straße, in der Rösterstraße und auch in der Hagelstraße“, rührt er die Werbetrommel.

Statt Werbung für Angebote schmücken „Zu vermieten“-Schilder die Schaufenster: Viele Ladenlokale in der Waltroper Innenstadt steht derzeit leer – auch auf der Hagelstraße. © Meike Holz © Meike Holz

Gastronomie, Design und Dekoration sind gefragt

Und welche „Untermieter“ wünscht sich der Waltroper Wirtschaftsförderer? „Gastronomie ist sehr gern gesehen“, betont er, „aber auch kleine Start-ups aus den Branchen Dekoration, Einrichtungen oder Design würden gut passen.“ Dabei müsse man natürlich auch auf die Nachbarschaft und die Interessen der Eigentümer achten, meint er. „Es geht nicht, dass wir einen Laden für Damen-Unterwäsche neben einer Fischbude ansiedeln“, so Paschek.

Paschek will nicht zu viel Euphorie versprühen

Zugleich will der Wirtschaftsförderer die Erfolgsaussichten des Projekts nicht zu hoch schrauben: „Ich denke, wenn wir ein Viertel der angebotenen Ladenlokale vermietet bekommen, wäre das schon eine gute Quote.“

Interessenten dürfen sich gern bei Thomas Paschek im Rathaus melden: Tel. 02309/930353.

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