Die Verwaltung von Omsk Carbon Europe GmbH am Stratmanns Weg. © Thomas Bartel
Europasitz im Ostvest

Russische Firma Omsk Carbon in Waltrop will von Putins Krieg nichts wissen

Seit zehn Jahren ist Waltrop die Drehscheibe eines expandierenden sibirischen Unternehmens, das von hier aus Ruß an die Industrie im Westen liefert. Und welche Folgen hat der russische Einmarsch?

Die kleinen, schwarzen Kügelchen sind nicht wirklich spektakulär. Denn sie bestehen im Prinzip aus nichts anderem als Ruß. Dennoch hat „Carbon Black“, das einzige Produkt der Omsk Carbon Europe GmbH, enormes Potenzial. Das Granulat ist aus vielen Dingen, die wir täglich benutzen, nicht wegzudenken. Autoreifen bestehen zu 35 Prozent aus „Carbon Black“. Es sorgt für guten Grip und wenig Abrieb, sagen die Fachleute. Ähnliches gilt für Produkte der Gummi-Industrie wie Dichtungen. Eine breit gefächerte Verwendung findet der Stoff zur Pigmentierung bei der Farbenherstellung. Ob in der Druckerpatrone oder Wimperntusche: Überall dort, wo es auf eine satte schwarze Tönung ankommt, spielt er eine wichtige Rolle.

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Am Ende gibt es nur eine offizielle Stellungnahme

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Jahrgang 1963 und ein waschechter Waltroper, kam 1984 über den Lokalsport zum Medienhaus Bauer. Nach dem Studium (Germanistik und Politikwissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum) heuerte er 1989 in der Nachrichtenredaktion an und leitete sie später viele Jahre – nicht nur die „große Politik“, sondern immer auch unsere Region und ihre Menschen im Blick. Dass er nach der Übernahme durch Lensingmedia seit 2020 die Kreisredaktion verstärkt, erscheint da nur konsequent. Sein liebstes Hobby ist übrigens das Rudern auf dem Datteln-Hamm-Kanal.
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