Musiker Stefan Kullik

Drittes „Bobfather“-Album ist da – den letzten Schliff gab‘s vom Profi

Was tun mit all der Zeit, die in Pandemie-Zeiten plötzlich da war? Stefan Kullik alias „Bobfather“ hat sie genutzt und Musik gemacht. Viel Musik. Eine Trilogie aus drei Alben ist herausgekommen.
Stefan Kullik hat als "Bobfather" jetzt sein drittes Album aus der "Corona-Trilogie" veröffentlicht. © privat

„Live until you die“ und „Lockdown in rocktown“ hießen die ersten beiden Alben, die dem Waltroper Musiker Stefan Kullik während der Corona-Pandemie „aus den Fingern“ geflossen sind. Jetzt ist mit dem Werk „Three end“ der dritte und letzte Teil der Corona-Trilogie von „Bobfather“ erschienen. Und wie das so war in Pandemie-Zeiten: Sich treffen und mit vielen Leuten auf einem Haufen zusammenhocken, das verbot sich. So sind auch die drei „Bobfather“-Alben gewissermaßen im Alleingang erschienen. „Bis auf einige Drumspuren sind die 15 neuen Nummern allein eingespielt worden“, erzählt Stefan Kullik.

Ein paar Kollegen haben aber trotzdem ihren Teil beigetragen: Tiep Typsen, bekannt von „Mountaindelyx“ oder „Nettle River“ etwa, zudem Nicolai Sabottka, der einst bei „Well Well Well“ mitwirkte, und Tanja Zülch.

Das Cover des neuen Albums. © privat © privat

Scheint so, als hätte die Pandemie einen wahren Produktivitäts- und Kreativitäts-Schub bei Stefan Kullik bewirkt. Etwa 80 Songs hat er ersonnen, 45 von ihnen finden sich auf den drei Alben wieder. „Musikalisch geht die Reise von Indierock über Wave bis hin zu 60s-Popnummern“, beschreibt er. Harmoniegesang war ihm wichtig, Refrains, die ins Ohr gehen und die man direkt mitsingen will, und generell „Songs, die nach vorne gehen“, wie „Bobfather“ sagt. Und die Themen der Songs? „Gefühlslagen, die jeder in der Zeit durchlebt hat“, sagt der Waltroper Musiker: Trauer, Wut, Hoffnung und Liebe. Und ein bisschen scheint bei all dem auch seine eigene musikalische Biografie durch.

Denn Stefan Kullik steht ja nicht erst seit gestern an den Instrumenten und auf der Bühne. Zu Abi-Zeiten sei es gewesen, als er erstmals in einem Proberaum stand und ein Mikro in die Hand gedrückt bekam. Später wirkte er beim ziemlich weithin bekannten „Jim Wayne Swingtett“ und den „Sons of Jim Wayne“ mit, tourte durch den kompletten deutschsprachigen Raum. Bis heute „hüpft er über die Bühnen“, wie Bobfather es beschreibt. Oder eben ins Homerecording-Studio, so wie während der Pandemie und der Arbeit an der Trilogie.

Ärzte-Produzent half mit beim letzten Schliff

Ein echter Profi hat übrigens noch mal ein prüfendes Auge und Ohr auf die „Bobfather“-Aufnahmen geworfen: Oliver Zülch, der für die Rockband „Die Ärzte“ als Produzent am Werk ist, habe die finale Abnahme von „Three end“ erledigt und den letzten Schliff angelegt, erzählt Stefan Kullik.

Herunterladen und kaufen kann man das neueste Bobfather-Album übrigens auf der Internet-Seite bobfather.bandcamp.com. Das Ganze funktioniert nach dem „Pay what you want“-Prinzip: Man bezahlt also, was das Album einem wert ist.

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