Hubert Surmann und seine Kollegen von der Kolpingsfamilie Waltrop waren bass erstaunt, wie viele Brillen der Sammlung zusammenkamen. © Tamina Forytta
Für Menschen in Entwicklungsländern

Brillensammlung der Kolpingsfamilie wird zum durchschlagenden Erfolg

Wer eine neue Brille bekommt, wirft die alte meist nicht einfach weg. Aber richtig gebrauchen kann man sie nicht mehr. Man selbst nicht - aber die Leute, für die die Kolpingsfamilie Waltrop sammelt!

Mit dem Erfolg hätten sie nicht gerechnet bei der Kolpingsfamilie, als sie vor einigen Tagen über unsere Zeitung zur Brillensammlung aufriefen: Innerhalb von nur einer Woche kamen 250 alte Brillen zusammen. Hubert Surmann aus dem Vorstand der Kolpingsfamilie wollte es nämlich wissen und hat die Kiste voller „Nasenfahrräder“ mal gezählt. Zwei weitere Kartons waren ohnehin schon aus vorhergehenden Sammlungen vorhanden, so dass sich in Kürze insgesamt 850 Brillen auf den Weg machen zur zentralen Sammelstelle in Koblenz. Dort werden die Brillen gesäubert, sortiert nach Damen-, Herren- und Kindermodellen, sie werden vermessen und beschriftet und gehen dann weiter an Menschen in Entwicklungsländern, die sich eine Sehhilfe gar nicht leisten können. „Wer in armen Ländern seine Sehkraft verliert, verliert zusätzlich oft auch die Existenzbasis, da er nicht mehr oder nur eingeschränkt beruflich tätig sein kann“, hatte die Kolpingsfamilie zu ihrer Brillen-Sammel-Aktion geschrieben. Und Kinder trifft es umso härter: Viele Jungen und Mädchen könnten ohne eine Brillenspende weder eine Sprache erlernen noch eine Schule besuchen.

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Über die Autorin
Redakteurin Ostvest
Geboren in Recklinghausen, wuchs ich auf in Oer-Erkenschwick, wo ich auch meine ersten journalistischen Schritte machte. Nach dem Publizistik-Studium in Münster, beruflichen Stationen in Fulda und an den Unis in Paderborn und Wuppertal, ging es zurück zum Medienhaus Bauer. Heute wohne ich im Dortmunder Norden, verbringe viel Zeit draußen - im Garten, auf dem Rad und in Wanderschuhen - und bin jeden Tag aufs Neue gespannt, was der Arbeitstag für Geschichten und Geschehnisse mit sich bringt.
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Tamina Forytta

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