Jugendfußball

Kreissportgericht schmettert Waltroper Einspruch ab

Hohe Wellen schlug das Kreispokal-Achtelfinale der A-Jugend zwischen der Spvgg. Erkenschwick und dem VfB Waltrop. Über den Waltroper Einspruch hat das Kreissportgericht jetzt entschieden.
Im Kreispokal zwischen den A-Junioren von Spvgg. Erkenschwick und VfB Waltrop ging’s zur Sache: Hier lässt Luis Oliver Schultz (l.) den schnellen Ibrahim Isler über die Klinge springen. © von Sannowitz

Stein des Anstoßes beim überraschenden Erkenschwicker 2:1-Sieg war eine 10-minütige Zeitstrafe gegen den Waltroper Spieler Ari Shvan. Da laut Regelwerk eine Zeitstrafe auch im Pokalwettbewerb immer nur fünf Minuten beträgt, forderten die Verantwortlichen des VfB Waltrop aufgrund der Benachteiligung ein Wiederholungsspiel.

In der Besetzung Thomas Michalczak (VfB Hüls), Kai Moczyk (FC 96 Recklinghausen) und Dieter Lasarz (DJK SF Datteln) entschied das Gremium in schriftlicher Verhandlung jedoch gegen den Waltroper Einspruch. Zwar habe der Schiedsrichter das Aussprechen der zehnminütigen Zeitstrafe anstatt der regelkonform erforderlichen fünf Minuten ohne Einschränkungen eingeräumt, aber für eine Neuansetzung müsse die auch sogenannte Wahrscheinlichkeitsabwägung vorgenommen werden, heißt es in der Urteilsbegründung.

Daher musste das Sportgericht prüfen, wie weit der Regelverstoß den Spielausgang beeinflusst hat. Zum Zeitpunkt des Regelverstoßes stand es bereits 2:0 für Erkenschwick. Da der Waltroper Mannschaft zu Elft in 80 Minuten nur ein Tor gelang und während der Unterzahl auch kein Gegentreffer fiel, sah es das Sportgericht durch die verlängerte Zeitstrafe keinen Einfluss auf den Spielausgang. Ob damit das letzte Wort in dieser Angelegenheit gesprochen ist, wird sich zeigen müssen, denn gegen diese Entscheidung kann der VfB Berufung einlegen.