Futsal

FC 96 betritt Neuland – und landet dabei einen überraschenden Coup

Der FC 96 Recklinghausen weitet sein Angebot aus. Erstmals wird ein Team in der Futsal-Westfalenliga an den Start gehen. In diesem Zusammenhang überrascht eine Personalie.
Futsal, wie hier beim NRW-Cup des Gehörlosenvereins Recklinghausen 2019, steht bei vielen hoch im Kurs. Jetzt startet auch der FC 96 in die Westfalenliga. © Meike Holz

Willkommen im Neuland! Ein Jahr lang haben sie beim FC 96 Recklinghausen geplant, mussten coronabedingt dann warten. Jetzt steht das neue Futsal-Team. Und noch bevor der erste Ball durch die Halle gerollt ist, gibt es eine durchaus bemerkenswerte Personalie.

Nicht einmal zwei Wochen ist es her, da gingen der SuS Bertlich, Konkurrent der ersten Mannschaft des FC 96 in der Kreisliga A, und der Sportliche Leiter Batuhan Türkmen getrennte Wege. Binnen kurzer Zeit war es vorbei mit der Harmonie. Michael Strzys, Sportlicher Leiter beim FC 96, las die Berichte von Türkmens Demission – und man wurde sich handelseinig. Am Samstag (18. September) wird Türkmen nun das neue Futsal-Team der Recklinghäuser bei der Feuertaufe in der Westfalenliga betreuen. Es soll ein Engagement auf Dauer sein.

„Die Geschichte hat Potenzial“

Der Traum einer eigenen Futsal-Mannschaft besteht am Stadion Hohenhorst schon seit geraumer Zeit. „Ich glaube, die Geschichte hat Potenzial“, sagt Michael Strzys vor dem Start in die Westfalenliga. Erstmals geht ein Futsal-Team aus dem Kreis Recklinghausen dort an den Start. Das Grundgerüst des Kaders steht – gleichwohl sind Türkmen und Strzys weiter darum bemüht, Kicker anzuwerben. Ganz will der Klub noch nicht die Katze aus dem Sack lassen, aber Strzys baut auf einen Mix aus Spielern, die einst auch höherklassig spielten, und jungen Akteuren.

Von Bertlich zum FC 96: Batuhan Türkmen (r.) übernimmt in Recklinghausen die neue Futsal-Mannschaft. © Privat © Privat

Futsal hat Ursprung in Uruguay

Der Spaß soll im Vordergrund stehen bei der Sportart, die ihren Ursprung 1930 in Südamerika hatte. Ein kleiner Exkurs in die Historie besagt, dass in Uruguay Sportlehrer Juan Carlos Ceriani eine altersgerechte Spielform für Kinder finden wollte. 1989 wurde Futsal schließlich von der FIFA als zusätzlicher Wettbewerb und offizielle internationale Hallenfußball-Variante aufgenommen. Sie unterscheidet sich vor allem dadurch, dass das Spielfeld durch Linien (Handballfeld) und nicht durch Banden begrenzt wird. Es wird generell mit fünf Spielern auf Handballtore mit einem sprungreduzierten Ball gespielt, der einen Umfang von mindestens 62 und höchstens 64 cm hat (Fußball 68 bis 70 cm). Gespielt wird zweimal 20 Minuten.

Passende Halle an der Kölner Straße

Aber für einen Meisterschaftsbetrieb in der Westfalenliga eine passende Halle zu finden, so leicht war das Unterfangen auch nicht. Gerrit Haug, zweiter Vorsitzender des FC 96, wurde schließlich in Recklinghausen am Berufskolleg Mitte an der Kölner Straße fündig. Am Samstag steht dort ab 18 Uhr nun das erste Meisterschaftsspiel gegen den Schlesischen Sportverein Lüdenscheid auf dem Programm. Zuschauer sind willkommen, es gilt die „3G-Regel“. Neun Teams nehmen in dieser Saison an der Runde teil, die weiteste Fahrt führt nach Paderborn.

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