Fußball

Vor dem Saisonstart – die Recklinghäuser A-Kreisligisten im Formcheck

Langsam wird es ernst. Die Saison in der Fußball-Kreisliga A startet am 29. August. Fünf Teams aus Recklinghausen sind dabei. Was ist möglich in 2021/22? Ein Formcheck.
Ein Fingerzeig: Auch Radvan Öztürk (l.) vom FC/JS Hillerheide und Noel Galoska (SV Hochlar) freuen sich auf den Start der Kreisliga-Saison am 29. August. © Jochen Börger

Es gibt nicht wenige Fachleute, die prophezeien einen spannenden Saisonverlauf in der Kreisliga A 2. Kurz vor dem Saisonstart ist auch für die fünf Recklinghäuser Vertreter der Höhepunkt der Vorbereitung erreicht. Was können die Klubs erreichen? Eine Analyse.

FC 96: Wo man sich im Fußballkreis auch umhört, bei der Frage nach dem vermeintlichen Topteam gibt es oft als Antwort: FC 96. Das kommt nicht von ungefähr. Das Team um Trainer Pascal Kötzsch und den Sportlichen Leiter Michael Strzys hat sich deutlich verstärkt. Doch die Hohenhorster allein nur auf spektakuläre Neuzugänge wie Dejan Petrovic oder Philip Umierski zu beschränken, wird der Sache nicht gerecht. Beispiel: Als der FC 96 im Testspiel beim Westfalenligisten YEG Hassel (1:3) über weite Strecken überzeugend agierte, standen die beiden nicht einmal in der Startformation. Das Kollektiv macht also auch einiges aus – und das könnte dem FC 96 zum Vorteil gereichen. Unsere Prognose: Das Kötzsch-Team wird eine gewichtige Rolle im Titelkampf spielen.

SV Hochlar 28: Kein Zweifel, die Mannschaft von Trainer Thomas Mlodoch gehört ebenfalls zu den stärkeren Teams in der Kreisliga A. Das war schon vor der Corona-Zwangspause so – und daran hat sich auch nicht viel geändert. Gleichwohl lief nach zunächst verheißungsvollem Start in der Vorbereitung zuletzt nicht alles rund. Verletzungsbedingt musste Mlodoch oft umdisponieren. Die ersten Tests gegen die Bezirksligisten SF Stuckenbusch (1:1) und FC Marl (3:3) waren gut, auch beim 0:3 gegen den Landesligisten BWW Langenbochum war die Leistung akzeptabel – im Gegensatz zur 1:2-Pokalpleite gegen den FC/JS Hillerheide. Im Spiel nach vorn werden sich die Segensberger steigern müssen. Unsere Prognose: Bleiben alle fit, wird sich der SV Hochlar 28 in der Spitzengruppe behaupten können. Aber ob es für ganz oben reicht?

FC/JS Hillerheide: Ein Ausrufezeichen ist gesetzt. Die Elf von Trainer Rabih Such hat vor allem in Hochlar unter Beweis gestellt, dass sie eine gute Saison spielen kann. Such gilt als besonnener Vertreter seiner Zunft. Seine jüngste Analyse, das Team könne unter den ersten Fünf landen, ging schon sehr in die Offensive. Dass diese aber alle andere als aus der Luft gegriffen ist, wird immer deutlicher. Hillerheide besitzt mit Hami Azak einen Wirbelwind, der mächtig Dampf machen kann. Neuzugang Levent Oral konnte urlaubsbedingt noch nicht richtig einsteigen, ist aber ebenfalls eine Verstärkung. Unsere Prognose: Der FC/JS Hillerheide besitzt einiges an Kreativpotenzial im Spiel nach vorn. Steht die Defensive, ist ein Platz unter den ersten Fünf trotz starker Konkurrenz durchaus machbar.

FC Leusberg: An der Strünkedestraße setzt man auf Kontinuität. Maurice Kühn gilt als durchaus ehrgeiziger Trainer, fühlt sich in Leusberg wohl. Dass die Konkurrenz in der Liga stark ist, weiß auch Kühn. Seine Mannschaft wirkte in den Testspielen vor allem gegen den BV Herne-Süd (2:0) gefestigt. Das Pokal-Aus beim B-Ligisten SSC Recklinghausen (0:3) war sicherlich kein Fortschritt. Dass Keeper Christopher Ditterle wie auch Robin Pfeifer zunächst verletzungsbedingt ausfällt, ist keine gute Nachricht. Unsere Prognose: Der Kader scheint gut zusammengestellt, Leusberg sollte eine ordentliche Rolle spielen.

SW Röllinghausen: Langweilig scheint es bei Spielen des Trainergespanns Frank „Zecke“ Fuhrmann/Diddy Holz nie zu werden, das hat die Vorbereitung gezeigt. 6:2 gegen Middelich-Resse, 2:7 gegen Teutonia Waltrop, Erstrunden-Pokalsieg im Elfmeterschießen beim FC Erkenschwick, eine Woche später das Aus mit 1:6 bei GW Erkenschwick. Röllinghausen könnte ein bisschen die Wundertüte der Kreisliga A werden. Unsere Prognose: Das Team besitzt im Spiel nach vorn durchaus Potenzial, für die ein oder andere Überraschung zu sorgen.

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