Fußball

Starke Ahsener entführen verdient einen Punkt beim FC 96

Der hohe Favorit konnte sich nicht durchsetzen. Fußball-A-Kreisligist FC 96 Recklinghausen kam gegen Borussia Ahsen nicht über ein 2:2 (2:0) hinaus.
Bauchlandung: Für Bejan Ganiu, hier gegen Nico Pawlak, und den FC 96 Recklinghausen lief nach der Pause kaum noch etwas zusammen. © Jochen Börger

Es gibt Spiele, da stehen weniger die 22 Kicker im Mittelpunkt als vielmehr die Trainer. Beim 2:2 (2:0) des FC 96 im Kreisliga-A-Spiel gegen Borussia Ahsen war das der Fall.

Die Trainerstory 1: 30 Stunden vor dem Anpfiff verkündete der FC 96 eine Personalie, die für die Öffentlichkeit durchaus überraschend, intern aber schon seit drei Wochen Thema war. Pascal Kötzsch muss berufsbedingt kürzertreten, bleibt aber als Spieler erhalten. Mykola Makarchuk ist der neue Chefcoach am Hohenhorst. Er sieht eine Partie, in der sich seine Mannschaft in der zweiten Halbzeit förmlich die Butter vom Brot nehmen lässt.

Die Trainerstory 2: Es ist 14.37 Uhr im Stadion Hohenhorst, da muss Philip Stromberg komplett passen. Beim Aufwärmen verletzt sich der Spielertrainer von Borussia Ahsen an den Bändern. Nichts geht mehr. Stromberg organisiert sich Krücken und coacht sein Team mit Martin Weinhold zu einem völlig verdienten Punktgewinn. Er versammelt danach sein Team und würde am liebsten die Krücken in die Luft werfen. Eine solche Leistung seiner Elf mildert ergo so manchen Schmerz. Dennoch wird der Coach heute einen Arzt konsultieren. Wie lange er pausieren muss, ist ungewiss.

Die Trainerstory 3: Weil Pascal Kötzsch ja rund um den ersten Spieltag auch noch in das Trainer-Portfolio passt, sei erwähnt, dass er nach 57 Minuten von Schiedsrichter Rüdiger Arndt mit gelb-rot vom Platz geschickt wurde. Irgendwie war das einer der Knackpunkte im Spiel der Gastgeber – und mit zehn Akteuren lief immer weniger zusammen. Hatte der FC 96 zunächst noch leichte Feldvorteile und ging durch zwei satte Schüsse von der Strafraumgrenze in Führung, war Ahsen nach der Pause deutlich effizienter. Und hätte mit etwas Glück auch als Sieger den Platz verlassen können. In der Schlussminute sah der Ahsener Moritz Meer ebenfalls noch gelb-rot.

Tore: 1:0 Fabian Pfennigstorf (8.), 2:0 Jan-Niklas Lobert (41.), 2:1 Niklas Laudahn (65.), 2:2 Nico Pawlak (74.)