Fußball

Wenig Spektakel und ein klares Ergebnis – Spvgg. besiegt FC 96 mit 4:0

Gut, dass es den „kurzen Draht“ gibt - sonst wäre die Spvgg. Erkenschwick an diesem Wochenende beschäftigungslos gewesen. So feierte der Westfalenligist eine halbwegs gelungene Generalprobe.
Finn Wortmann dringt in den Recklinghäuser Strafraum ein und zieht an FC 96-Kapitän Paul Heron vorbei. © Olaf Krimpmann

Mit einem 4:0 (3:0) über den FC 96 Recklinghausen zog die Mannschaft von Trainer David Sawatzki ins Kreispokal-Achtelfinale ein. Die Tore erzielten Stefan Oerterer (16.), Jan Binias (40., 43.) sowie Skandar Soltane (83.). Während Binias ein Traum-Freistoßtor zum zwischenzeitlichen 2:0 gelang, scheiterte Soltane in der 24. Minute mit einem Foulelfmeter an 96-Keeper Michael Strzys.

Beide Trainer konnten am Ende mit dem Resultat leben, beziehungsweise: Mussten es. Sawatzki vermisste vor allem im zweiten Durchgang die Zielstrebigkeit, die Gier, noch mehr Tore zu erzielen. Mikola Makarchuk haderte ein wenig mit Durchgang eins, in dem sein Team pausenlos Verteidigungsarbeit leisten musste, und ein Stück weit mit Schiri Johannes Westermann, der dem Recklinghäuser Ehrentreffer in der 86. Minute durch Jordan Wirtz wegen Abseitsstellung die Anerkennung verweigerte.

Warten auf Pokal-Ansetzung in Erlinghausen

Beide Vereine hatten sich am Freitagabend kurzfristig auf den Spieltermin an diesem Sonntag geeinigt nachdem das Erkenschwicker Westfalenpokalspiel bei Rot-Weiß Erlinghausen kurzfristig wegen eines Corona-Verdachtsfalls bei den Sauerländern abgesagt werden musste. Ein neuer Spieltermin ist noch nicht bekannt, am Stimberg hoffen sie auf eine frühzeitige Entscheidung. „Damit sich der ein oder andere vielleicht frei nehmen kann“, so Sawatzki, der schließlich eine Ansetzung in der Woche erwartet und damit einige Reisestrapazen mitten in der Saison.

96-Coach Mikola Makarchuk hatte einige wertvolle Erkenntnisse sammeln können. Etwa die, dass sein Team durchaus ein geordnetes Spiel aufziehen und in die Spitze spielen kann, was in Ansätzen in Durchgang zwei zu sehen war. Denn Makarchuks Mission ist eindeutig: „Wir wollen aufsteigen“, sagte er unmittelbar nach Abpfiff – wissend, dass in der Kreisliga A2 die Gegner kaum das Niveau der Spvgg. Erkenschwick aufweisen werden.

Sein Gegenüber wie die rund 100 Zuschauer auf der Jule-Ludorf-Anlage verlebten einen ansonsten recht unspektakulären Nachmittag, zu sicher hatte der Westfalenligist das Geschehen im Griff. Nur David Sawatzki schwoll nach dem Seitenwechsel der Kamm: „Wir spielen uns die Chancen heraus, verwerten sie aber nicht, das war zuletzt gegen FC Brünninghausen auch schon der Fall.“ Seine Vermutung: „Möglicherweise machen wir uns zu viele Gedanken anstatt den Ball ins Tor zu bringen.“

Oerterer erzielt das erste Pflichtspieltor der Saison

Kaltschnäuzigkeit bewies kurzzeitig immerhin Stefan Oerterer: Dem Rückkehrer gelang in der 16. Minute das erste Pflichtspieltor für die Spvgg. Erkenschwick in dieser Saison. Nach Balleroberung durch Dzenan Pilica netzte „Ö“ im Strafraum in altbewährter Manier ein.

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