Fußball

Vorhang auf für Runde zwei: Im SpoNo wollen sie ein Fest feiern

Freunde des Amateurfußballs kommen am Sonntag im Ostvest voll auf ihre Kosten. In der zweiten Runde wird die Kreispokal-Zeit zur Derbyzeit. Interessante Lokalduelle stehen ins Haus.
Auf viele Zuschauer hoffen der FC Spvgg. Oberwiese und Teutonia SuS Waltrop am Sonntag im Sportzentrum Nord. © Christine Horn

Die Auslosung der Kreispokalspiele hat den Teams aus Datteln, Oer-Erkenschwick und Waltrop interessante Duelle beschert. Für einige Mannschaften, vor allem für diejenigen, die in der ersten Runde spielfrei waren, stehen am Sonntag ab 15 Uhr zudem die ersten Pflichtspiele seit über neun Monaten auf dem Programm. Für die neu gegründete SG Horneburg ist das Heimspiel am Landwehrring gegen C-Ligist SV Hullern sogar die erste reguläre Partie in der noch sehr jungen Vereinsgeschichte. Und die Dattelner, die sich in der Vorbereitung von Spiel zu Spiel steigern konnten, sind heiß aufs Weiterkommen. Ein Sieg gegen Hullern, gegen die die Horneburger in 14 Tagen beim Ligastart an gleicher Stelle übrigens erneut spielen müssen, vorausgesetzt, geht es danach gegen den Sieger der Partie Westfalia Vinnum gegen SV Lippramsdorf.

Stadionsprecher beim Ostvestderby im Hirschkampstadion

Im Hirschkampstadion in Waltrop stehen sich zeitgleich die beiden A-Kreisligisten VfB Waltrop und Borussia Ahsen gegenüber. Auch beim VfB hofft man auf einen guten Besuch und hat sich etwas Neues überlegt. Waltrops Sportlicher Leiter Marcus Wedemann schlüpft während der Partie in die Rolle des Stadionsprechers. Das hatte es zuletzt in den goldenen Oberliga-Zeiten in den 1980er-Jahren gegeben. Die Ahsener mussten in der vergangenen Woche eine schlechte Nachricht verkraften. Nach Thomas Kilian (Knieverletzung) fällt auch Janis Selzer (Achillessehnenriss) für längere Zeit aus. Doch schon unter der Woche hatte Ahsens neuer Übungsleiter Philip Stromberg, der die Nachfolge von Marcel Peters antrat und vor seinem Pflichtspieldebüt als Trainer steht, versichert, dass man die Ausfälle kompensieren könne. „Wir freuen uns jedenfalls auf dieses Spiel“, versichert Stromberg. Der Sieger könnte übrigens in Runde drei auf den nächsten Ostvest-Klub treffen.

Andreas Stolzenberg ist der neue SWM-Kapitän

Das hängt aber davon ab, ob sich SW Meckinghoven am Sonntag in der zweiten Runde bei B-Ligist TuS Henrichenburg durchsetzten kann. Meckinghovens neuer Coach David Krück, der an der Böckenheckstraße die Nachfolge von Olaf Senking angetreten hat, ist jedenfalls zuversichtlich, sieht sein Team auf einem guten Weg. „Am Anfang hat‘s etwas gehakt. Auch ich musste meine Rolle als Trainer erst einmal finden. Jetzt habe ich alle Aufgaben verteilt und alle wissen, dass Fußball nur als Teamsport funktioniert“, sagt der Trainer, der noch um den Einsatz von Torwart Dennis Apitzsch bangt. Der neue Keeper hat noch keine Freigabe von seinem Ex-Verein Westfalia Vinnum. Ein anderer Routinier brennt dagegen auf sein erstes Pflichtspiel am Sonntag. Andreas Stolzenberg hat in der Vorbereitung schon einige Tore erzielt. Die Mannschaft hat den Mittelstürmer übrigens zum neuen Kapitän gewählt.

Im SpoNo wollen Oberwiese und Teutonia SuS ein Fest feiern

„Ein Besuch am Sonntag im Sportzentrum Nord lohnt sich für alle Fußballfans und alle Waltroper Bürger“, rührt Oliver Ridder die Werbetrommel fürs Ortsduell zwischen den beiden Stadionnachbarn Teutonia SuS Waltrop und FC Spvgg. Oberwiese. Beide Vereine haben sich darauf geeinigt, dass die Partie auf dem oberen Kunstrasenplatz, also in der Hauptkampfbahn, stattfinden soll. „Da ist die Infrastruktur einfach besser“, sagt der neue Teutonen-Coach, der sein Pflichtspieldebüt als Trainer der „Schwatten“ sehr ernst nimmt. Beide Vereine haben ein umfangreiches Rahmenprogramm organisiert mit Familienfest, Hüpfburg und einer großen Tombola. Auch sportlich hat Ridder Respekt vor dem B-Ligisten. „Die werden mit Messern zwischen den Zähnen bis zum Ende kämpfen. Darauf sind wir aber vorbereitet“, sagt er. Für einige Oberwieser Spieler ist das Duell gegen den Nachbarn zudem ein ganz besonderes. Moritz Wember, Alex Schroer, Jens Randermann oder Felix Sprenger kickten noch in der vergangenen Saison für Teutonia SuS in der Bezirksliga.

Kültürspor will dem großen Favoriten einen Kampf liefern

Eine schier unlösbare Aufgabe hat B-Kreisligist Kültürspor Datteln vor der Brust. Die Truppe von Trainer Selcuk Civelek hat mit dem TuS Haltern neben dem SV Schermbeck einen der beiden Oberligisten als Gegner zugelost bekommen, der sich am Sonntag im Sportpark Mitte vorstellen wird. Ganze fünf Spielklassen trennen den B-Ligisten von den Seestädtern. Es steht aber noch nicht ganz fest, ob die Halterner zum Pokalspiel ihre erste oder zweite Mannschaft schicken werden. Zeitgleich ist in der Stauseekampfbahn auch noch ein Testspiel gegen Landesligist Erler SV angesetzt. Doch Trainer Civelek weiß: „Selbst die zweite Halterner Mannschaft spielt ja noch in der Landesliga. Ganz egal, wer aufseiten der Gäste auf dem Platz steht, da wird kein schlechter Spieler dabei sein“. Bei Kültürspor fallen mit Tejan Sillah und Sinan Agan zwei etablierte Stammkräfte aus.

GWE und RWE drücken sich gegenseitig die Daumen

Zweimal Oer-Erkenschwick gegen Recklinghausen heißt es dagegen am Stimberg für die Teams von Grün-Weiß (gegen SW Röllinghausen) und Rot-Weiß (gegen SG Suderwich). Bei GWE hofft man gegen den Ligakonkurrenten aus Röllinghausen aufs Weiterkommen. Mit einer kleinen Delegation waren die Oer-Erkenschwicker am vergangenen Sonntag zur Gegner-Analyse im Stimberg-Stadion, wo sich SWR etwas glücklich erst im Elfmeterschießen gegen den FC 26 Erkenschwick durchsetzen konnte. Die einhellige Meinung der Experten: „Röllinghausen ist machbar!“ Dem Sieger winkt übrigen auch in Runde drei wieder ein Derby, geht es doch gegen den Gewinner des zeitgleich in der Honermannsiedlung stattfinden Zweitrundenspiels zwischen RW Erkenschwick und SG Suderwich. Es dürfte klar sein, wem die „grün-weißen Frösche“ da die Daumen drücken.