Fußball

Sawatzki enttäuscht: „45 Minuten Fußball reichen nicht“

Am Ende war es ein Zittern, das nicht belohnt wurde: Die Spvgg. Erkenschwick unterlag in ihrem Auftaktspiel dem 1. FC Gievenbeck mit 1:2. Der entscheidende Treffer fiel in der 90. Minute.
Erkenschwicks Trainer David Sawatzki erlebte in Gievenbeck einen „gebrauchten Tag“. © Olaf Krimpmann

Trainer David Sawatzki zeigte sich nach Abpfiff als fairer Verlierer: „Am Ende war‘s verdient, Gievenbeck hat es mehr gewollt.“ Dennoch haderte der Übungsleiter mit dem Spielverlauf, denn vieles schien zunächst für die Gäste vom Stimberg zu laufen. Finn Wortmann hatte die Schwarz-Roten mit einem Schuss von der Kante des Fünfmeterraumes früh in Führung gebracht (6.). Die Münsteraner erhöhten daraufhin zwar den Druck. „Wir hatten aber auch unsere Möglichkeiten, wenn wir sie besser ausgespielt hätten“, so Sawatzki.

Ausgleich fällt direkt nach Wiederanpfiff

Mit einer 1:0-Führung ging es in die Kabinen, dort wollte sich die Spvgg. angesichts der stärker aufkommenden Gievenbecker neu sortieren – und wurde gleich kalt erwischt. Philipp Amft missriet ein Abschlag, der landete direkt in den Reihen des 1. FC. Dann ging alles schnell: Christian Keil, der später auch den Siegtreffer erzielte, traf zum 1:1 (46.).

„Man hat gemerkt, dass bei Gievenbeck ein Ruck durch die Mannschaft ging“, beichtet David Sawatzki. Gerade das Fünfer-Mittelfeld des 1. FC machte enormen Druck und ließ die Gäste kaum noch zur Entfaltung kommen. Noch schwieriger wurde die Aufgabe dann, nachdem Christian Warnat wegen Notbremse die Rote Karte sah (60.). „Natürlich kann man darüber streiten, ob die gerechtfertigt war und ob er letzter Mann war, wie es der Schiedsrichter meinte“, so Sawatzki.

Allerdings zeigte diese Szene nur, wie sehr die Gäste damit beschäftigt waren, das Rund vom eigenen Tor fern zu halten. Und das wurmte den Trainer am Ende richtig: „Die Jungs waren auf Spannung, dann fängt das Spiel aus unserer Sicht auch noch richtig gut an. Am Ende war es ein gebrauchter Tag, denn 45 Minuten Fußball spielen reicht nicht.“

In Unterzahl geht es nur darum, das 1:1 über die Bühne zu bringen

Zumindest nicht gegen eine Mannschaft von der Qualität des 1. FC Gievenbeck. Ein, zwei brenzlige Szenen hatten die Gäste überstanden, allerdings auch immer mal auch für Entlastung gesorgt. „Am Ende ging es darum, das 1:1 zu halten“, berichtet der Trainer. Was nicht bis zum Abpfiff klappte: Nach einem Flankenball von der rechten Gievenbecker Seite stand im Erkenschwicker Strafraum erneut Keil frei, um das 2:1 zu erzielen. Sawatzki: „Auch in Unterzahl kann man das Tor verteidigen, denn vom Zeitpunkt unseres Ballverlustes bis zur Flanke war genug Zeit, um sich zu sortieren.“

Nächsten Sonntag erwarten die Schwarz-Roten mit Preußen Espelkamp ein weiteres Team, das in der Westfalenliga 1 zu den Aufstiegsanwärtern gezählt wird. Espelkamp besiegte zum Auftakt den TuS Hiltrup mit 1:0.

Spvgg. Erkenschwick: Amft – Warnat, Kasak, Ovelhey, Pilica – Isensee (76. Keysberg), Gökdemir – Wortmann, Soltane, Binias, – Oerterer (67. Schuwirth). Tore: 0:1 Wortmann (6.), 1:1 Keil (46.), 2:1 Keil (90.). Schiedsrichter: Lohmann (Steinfurt) Zuschauer: keine Angaben. Bes. Vork.: 70. Min. Rote Karte für Warnat (Erkenschwick) wegen Notbremse.