Frauenfußball

Beim 3:1 gegen Börnig: Schwere Verletzung trübt Titanias Stimmung

Das waren ganz wichtige drei Punkte für die Bezirksliga-Fußballerinnen des SV Titania. Den 3:1-Sieg gegen VfB Börnig mussten die Oer-Erkenschwickerinnen aber teuer bezahlen.
Katharina Bukowski (r.) und die Damen des SV Titania Erkenschwick setzten sich mit 3:1 gegen sden VfB Börnig durch. © Andreas von Sannowtiz

Es lief die 18. Minute, als Titanias Spielführerin Nadine Ostrzenski nach einem harten Zweikampf schreiend zu Boden ging. „Die Gegenspielerin hat sie mit offener Sohle voll am rechten Knie erwischt. Da hätte man auch Rot geben können“, schimpft Titanias Trainer Johannes Brune-Gringmuth. Schiri Andreas Hagedorn beließ es aber bei einer Gelben Karte. Für Ostrzenski ging es jedoch nicht mehr weiter. „Sie hatte so starke Schmerzen, dass wir einen Krankenwagen rufen mussten“, sagt Brune-Gringmuth. Der Rettungswagen war ziemlich schnell vor Ort, fuhr direkt auf den Ascheplatz, um Ostrzenski abzutransportieren. Die genaue Diagnose steht noch nicht fest. „Es ist aber wohl nichts gebrochen“, sagt der Trainer. Nach knapp 15-minütiger Unterbrechung ging‘s weiter.

Pia Schubert trifft per Foulelfmeter

Zu dem Zeitpunkt führten die Gastgeberinnen mit 1:0. Pia Schubert hatte nach 14 Minuten einen an Katharina Bukowski verschuldeten Foulelfmeter verwandelt. Nach der Verletzungsunterbrechung merkte man den Titania-Mädels den Schock an. Sandra Sippel nutzte die kurzzeitige Unordnung in der Titania-Abwehr, traf 30 Sekunden nach Wiederanpfiff zum 1:1. „Dann haben die Mädels aber den Schalter umgelegt und ab da für ihre verletzte Kapitänin gekämpft. Das war eines der besten Spiele, die ich von meiner Mannschaft gesehen habe“, sagt der Trainer.

Traumtor von Fenja Oberhag aus 30 Metern

Und noch vor der Pause traf zunächst erneut Pia Schubert nach Vorabeit von Luisa Rotondaro zum 2:1. Kurz darauf war es dann Fenja Oberhag, die mit einem echten Traumtor den 3:1-Endstand herstellte. Oberhag nagelte den Ball nach einer abgewehrten Ecke aus 30 Metern Torentfernung unhaltbar in den Winkel. Im zweiten Durchgang hatten die Gastgeberinnen weitere Möglichkeiten. Rotondaro hatte bei einem Pfostenschuss Pech (75.), sodass es beim 3:1 blieb. In den kommenden beiden Wochen wird Roland Evertz nun das Coaching übernehmen, weil sich Cheftrainer Johannes Brune-Gringmuth für 14 Tage in den Urlaub verabschiedet.