Fußball

TuS 05 Sinsen überrascht gegen Oberligisten

Einen gelungenen Test legte der Westfalenligist TuS 05 Sinsen hin - und schlug den eine Klasse höher angesiedelten ASC 09 Dortmund mit 3:1 (2:0).
Tadellos in der Dreierkette: Sinsens Mick Nabrotzki (r.) ließ hinten nichts anbrennen und gewinnt auch diesen Zweikampf gegen Nils da Costa Pereira. © Jochen Sänger

Ausgerechnet im Duell mit seinem früheren Lehrmeister Toni Kotziampassis ist der Matchplan von Sinsens Trainer Dennis Hübner voll aufgegangen: Der Westfalenligist feierte einen glatten Testspiel-Erfolg gegen den klassenhöheren ASC 09 Dortmund. Der TuS 05 schlug den Oberligisten verdient mit 3:1 (2:0).

Die Grundlage für den so nicht einkalkulierten Erfolg schufen die Hausherren „im Spiel gegen den Ball“. Die Defensive arbeitete konsequent; die Dreierkette mit Kapitän Emre Köksal im Zentrum verschob mit dem richtigen Gefühl für die jeweilige Situation. Überhaupt wirkten die Sinsener giftiger als die stellenweise pomadigen Gäste.

Kotziampassis kassiert Gelbe Karte

Toni Kotziampassis ahnte an alter Wirkungsstätte offensichtlich schon früh, dass es eng werden könnte. Zielscheibe seiner Kritik war Schiedsrichter Dominic Nosing, der dem temperamentvollen Übungsleiter nach einer Viertelstunde mit der Gelben Karte in die Schranken wies.

Dabei kam die kniffligste Szene des Tests erst zehn Minuten später. Nach einem langen Zuspiel aus der eigenen Hälfte sah nicht nur der ASC-Coach Marius Speker im Abseits. Der nutzte den ungewohnten Freiraum und passte zum freien Leonard Onofaro, für den das 1:0 aus kurzer Distanz nur Formsache war.

Grzelka trifft zum 2:0-Pausenstand

Bei den Gästen setzte Routinier Kevin Brümmer die Impulse, aber nicht nur bei seinem gefährlichen Freistoß war Keeper Simon Werner auf dem Posten. Noch vor der Pause erhöhte Niclas Grzelka auf 2:0: Mit dem schwächeren rechten Fuß schlenzte der Abwehrmann den Ball in den Winkel (41.).

Während der TuS 05 in der Pause vier Mal wechselte und später noch drei neue Leute brachte, schickte der Gast im zweiten Durchgang eine komplette neue Mannschaft aufs Feld. Die Aplerbecker waren dadurch präsenter, doch die Sinsener, die am 4. Juli Trainingsauftakt feierten, hielten weiter mit Erfolg dagegen. „Die Jungs wollten es unbedingt allen zeigen“, freute sich Trainer Dennis Hübner. „Sie haben das überragend gemacht.“

Yilmaz besorgt das 3:0

Trotz der Wechsel gab es keinen Bruch im Sinsener Spiel. Olcay Yilmaz krönte seine Leistung mit dem 3:0 (71.). Dass der ASC Dortmund postwendend durch Daniel Schaffer auf 1:3 (72.) verkürzte, war aus Sicht der klassentieferen Hausherren nur ein kleiner Schönheitsfleck. Den Sieg ließen sie sich nicht mehr nehmen. Da dürfte sich der neue Vorstand mitgefreut haben…

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