Fußball

TuS 05 Sinsen: Perfekter Start, trotzdem gibt es Ärger

Letzte Woche meldete der TuS 05 Sinsen den Abschied von Mirko Grieß zum A-Kreisligisten VfL Grafenwald. Spielen will der Angreifer offenbar woanders. Das sorgt bei den Marlern für Unmut.
Dynamisch und zweikampfstark: So kennt man Mirko Grieß (rechts) nicht nur vom TuS 05 Sinsen. © Thomas Braucks

Eigentlich hätte der TuS 05 Sinsen allen Grund, mit sich und der Fußballwelt im Reinen sein. 2:0 gegen SuS Neuenkirchen, 2:0 nun auch bei Borussia Emsdetten: Trainer Dennis Hübner und seine Mannschaft haben in der Westfalenliga 1 einen exzellenten Saisonstart hingelegt.

Nach durchwachsenen Leistungen in den letzten Tests hatten das nicht viele dem TuS 05 in der Form zugetraut. Am kommenden Donnerstag hat Sinsen beim A-Kreisligisten FC/JS Hillerheide beste Chancen, endlich mal wieder ins Viertelfinale des Kreispokals einzuziehen (Anpfiff: 19.30 Uhr).

Grieß’ Abgang sorgt für Aufregung

Trotz der sportlich befriedigenden Lage gibt es gerade einige Aufregung im Verein. Grund: Der Abgang von Angreifer Mirko Grieß, Sinsens Topstürmer aus der vergangenen Saison. Wie berichtet wollte der 32-Jährige aus persönlichen Gründen im Fußball kürzertreten: Grieß löste in der vergangenen Woche seinen Vertrag beim Westfalenligisten auf, um sich dem A-Kreisligisten VfL Grafenwald anzuschließen. Eine Ablöse des Bottroper Klubs habe der Spieler auch gleich hinterlegt, berichtete der Sportliche Alexander Glembotzki.

Jetzt nimmt die Geschichte eine Wendung, die in Sinsen für Erstaunen und Unmut sorgt: Bezirksligist VfB Bottrop meldete Grieß am Wochenende als Neuzugang. Am Sonntag sollte der Angreifer offenbar bereits im Heimspiel gegen den ESV Hohenbudberg auflaufen – laut Aufstellung mit der Rückennummer 68. Angepfiffen wurde das Spiel aus kuriosen Gründen aber nicht.

Die Gäste aus Duisburg bezogen zwar pünktlich ihre Kabine im Bottroper Jahnstadion. Eine halbe Stunde vor dem Anpfiff hatten sie dann aber doch keine Lust mehr auf Fußball und drängten auf eine Absetzung der Begegnung. Die wurde inzwischen mit 2:0 für die favorisierten Bottroper gewertet.

„Kein Kommentar“ vom TuS 05 Sinsen

Und wie verhält sich nun der TuS 05 Sinsen? „Kein Kommentar“, sagt Marcus Voigt, Leiter der Geschäftsstelle des Westfalenligisten. „Zum aktuellen Stand wird sich der TuS 05 derzeit nicht äußern.“ Wer Voigt kennt, darf aber annehmen: Auf sich beruhen lassen wird der Verein diese Entwicklung kaum.

Schließlich dürfte es bei der Ablöse einen Unterschied machen, ob ein Spieler in die Kreisliga wechselt, um seine Laufbahn austrudeln zu lassen – oder ob er zu einem ambitionierten Bezirksligisten geht. Zumal ein Bezirksligist, der dem TuS 05 schon im Juli einen Spieler abspenstig gemacht hat, auf den der Klub fest gebaut hatte: Mittelfeldmann Okan Solak.