Fußball

Kim Völkel: Der Taktgeber des FC Marl arbeitet am Comeback

Der Start in die Saison fiel Bezirksliga-Mitfavorit FC Marl aus mehreren Gründen nicht leicht. Unter anderem auch, weil Spielmacher Kim Völkel nur einmal auf dem Platz stand.
Wenn Kim Völkel fit ist, gibt er im Spiel des FC Marl nicht nur den Takt vor, sondern arbeitet auch in der Defensive mit. © AvS

Beim FC Marl sehnen sie Kim Völkel zurück auf das Spielfeld. Der frühere Oberliga-Spieler war bis zu seiner heftig umstrittenen Gelb-Roten Karte im Derby zum Bezirksliga-Auftakt gegen den VfB Hüls (1:2) bester Mann auf dem Platz, konnte dem FCM in der Folgewoche beim mageren 2:2 in Gelsenkirchen-Hessler wegen der Sperre aber nicht mithelfen. Auch am vergangenen Sonntag musste er verletzungsbedingt passen, sah aber wenigstens den ersten Saisonsieg seines Teams beim 2:0 gegen Stuckenbusch.

Hauptsache drei Punkte

„Das war vielleicht auch nicht unser bestes Spiel, aber Stuckenbusch hat das auch gut gemacht“, sagt der 23-Jährige, der 2019 von RW Ahlen an die Hagenstraße kam. „In unserer Situation war aber auch egal, wie wir spielen, Hauptsache waren die drei Punkte.“ Mit denen hat der FCM in der Tabelle Anschluss an die vorderen Plätze gefunden. Der Rückstand auf Tabellenführer BV Rentfort und dem Zweiten VfB Hüls beträgt fünf Punkte, aber für Kim Völkel hat das nach erst drei Spieltagen noch nicht viel zu sagen. Er will an die Spitze. „Bei unserer Truppe muss man das wohl so sagen“, sagt er.

Anfang August untermauerte der FC Marl seine Ambitionen durch seinen Sieg bei der Stadtmeisterschaft. Aber dann gab es die Unruhe durch den überraschenden Wechsel von Top-Stürmer Yannick Goecke zum SC Marl-Hamm, die unglückliche und durch Völkels Platzverweis mitbegründete Derbyniederlage gegen den VfB und eine schwache Leistung beim 2:2 in Hessler – und Völkels Verletzung. Der 7:0-Kantersieg im Kreispokal bei A-Ligist VfB Waltrop war sportlich ein Lichtblick, aber kurz vor Schluss verletzte sich der Spielmacher am Knöchel. „Vor dem Spiel gegen Stuckenbusch habe ich es kurz versucht, aber es ging nicht.“ So fehlte den Marlern neben Flügelflitzer Dario Gedenk, der sich im Training zwei Lendenwirbel gebrochen hatte, auch der Spieler, der das Spiel des FCM aus der Mitte heraus lenkt.

Großes Vertrauen ins Team

Völkels Vertrauen in die Stärke der Mannschaft ist ungebrochen, daran ändert auch die Lücke, die der Goecke-Wechsel gerissen hat, nichts. „Wir haben auch in der Vorbereitung viele Spiele ohne ihn gemacht“, sagt Völkel. „Wir brauchen einfach noch ein bisschen mehr Torgeilheit. Ich glaube, wenn da vorne mal einer ein Tor macht, dann läuft es gleich viel besser.“ Bisher haben in der Meisterschaft ausschließlich Abwehrspieler für den FCM getroffen: Gegen Hüls war es Patrick Goecke, in Gelsenkirchen Michael Zoladz und Julian Burkowski, gegen Stuckenbusch Louis Sliwa und Niklas Seel.

Es ist gut möglich, dass Kim Völkel seine Mitspieler am Sonntag wieder in Szene setzen kann. „Ich denke, dass es Sonntag klappen könnte“, sagt er mit Blick auf die Partie bei Westfalia Gelsenkirchen. Auch am Dienstag hat mit dem Physiotherapeuten am Comeback gearbeitet.

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