Kreisliga A2

Gelb-Rote Karte für Philipp Klein noch vor der Pause bricht Ahsen das Genick

Der SV Borussia Ahsen findet nicht zurück in die Erfolgsspur. Auch gegen Westfalia Vinnum gelang es dem Team von Philip Stromberg nicht, die Berg- und Talfahrt zu stoppen und kassierte eine 1:3 (1:0)-Heimniederlage.
Sah in der 41. Minute die Gelb-Rote Karte: Ahsens Philipp Klein (r.). © Christine Horn

Mit Vinnum trafen die Ahsener auf alte Bekannte. Bereits in den Vorjahren duellierten sich beide Mannschaften mehrmals kampfbetont. Und auch diesmal ging es zwischen ihnen ordentlich zur Sache.

Die Gastgeber hatten in der ersten Halbzeit mehr Ballbesitz. Nach rund einer Viertelstunde hätte Schiedsrichter Bruno Krause schon auf Strafstoß für die Gäste entscheiden können. Im Gewühl vor dem Ahsener Tor hielt ein Borussen-Spieler das lange Bein hin. Doch der Pfiff des Unparteiischen blieb aus – zur großen Überraschung von Coach Stromberg: „In meinen Augen war das mehr ein Elfmeter, als keiner.“

In der 20. Minute vergab Tom Judwerschat eine Riesenchance für die Gastgeber. Einen Freistoß drosch er gegen den Pfosten. Kurz darauf rappelte es dann aber doch im Kasten von Westfalia-Schnapper Jan-Patrick Roser. Ahsens Tobias Fandrey hatte das Leder scharf von außen in den 16 Meter-Raum geflankt und Gästeakteur Michael Asemann netzte per Eigentor zum 1:0 ein (23.).

Dann hatte Philipp Klein das 2:0 für Ahsen auf dem Fuß. Doch er traf nur die Latte (40.). Klein sollte allerdings weiter im Mittelpunkt stehen, diesmal durch einen Platzverweis. Wegen wiederholten Foulspiels sah der Borusse die Gelb-Rote Karte (41.). Trotz Unterzahl hängten sich die Gastgeber weiter rein, hatten mehr vom Spiel. Durch eine Unaufmerksamkeit fiel allerdings der Ausgleich zum 1:1 durch Fatih Cengiz (53.).

Nach dem Tor zum 1:2 alles nach vorne geworfen

Fünf Minuten später brachte Robin Hagenmeyer die Gäste erstmals in Führung, 2:1 (58.). Die Borussia wollte zuhause nicht leer ausgehen, warf jetzt alles nach vorne. Ob Tobias Fuchs, Daniel del Puerto Schillo und andere – es reichte nicht mehr zu einem Treffer. Stattdessen fingen sich die Ahsener nach einen Vinnumer Konter das 1:3 durch Hagenmeyer noch in der Schlussphase der Begegnung (90.) ein.

Damit war die Messe endgültig gelesen und Trainer Stromberg restlos bedient: „Wir haben uns durch die berechtigte, aber doofe Rote Karte selbst das Leben schwer gemacht.“ Seine Mannschaft rufe derzeit ihr vorhandenes Potenzial schlichtweg nicht ab. „Wir laden den Gegner zu Geschenken ein und machen selbst die Tore nicht“, so der Borussia-Coach weiter.