Persönliches

Wohnungssuche im Großstadtdschungel von Berlin

Lisa geht für ein Praktikum vorübergehend nach Berlin und für diese Zeit muss eine Bleibe her. Dass sich das in einer Großstadt schwierig gestaltet, war klar. Aber, dass es so schwer wird ..
Wenn man aus einer kleinen Stadt wie Waltrop kommt, kann einen der Trubel in einer Großstadt wie Berlin anfangs überfordern. © pixabay.de

Ich bin offiziell ein Kleinstadtkind. Da Waltrop nicht mal ein gutes Busnetz, geschweige denn einen Bahnhof hat, der in Betrieb ist, überfordert mich teilweise schon die Benutzung des öffentlichen Nahverkehrs. Und jetzt ziehe ich Ende August für ein Praktikum für fünf Monate nach Berlin. Ich bin schon gespannt wie ich mich im Großstadtdschungel schlagen werden.

Die erste Lösung scheiterte sofort

Die erste Aufgabe habe ich aber zum Glück schon mal geschafft. Ich habe jetzt tatsächlich ein WG-Zimmer und ganz ehrlich, ich habe zwischendurch selbst schon nicht mehr daran geglaubt, dass das passieren wird.

Dass der Wohnungsmarkt in Berlin hart ist, war mir natürlich klar. Umso dankbarer war ich, als eine Bekannte von mir anbot, mir ein Zimmer unterzuvermieten. Das einzige was noch fehlte, war die Erlaubnis ihres Vermieters. Schade allerdings, dass der sich bis heute nicht bei ihr gemeldet hat. Aber kein Problem.

Schlechte Chancen gegen Freunde der Vermieterin

Ich habe noch eine andere Freundin, die zufällig zur gleichen Zeit wie ich nach Berlin zieht. Dass sie im Moment in Stockholm wohnt und eigentlich Chinesin ist und sich deshalb nebenher noch mit der deutschen Bürokratie herumschlagen musste, hat die Sache natürlich nicht einfacher gemacht, aber wir sind optimistisch geblieben.

Wir hatten auch allen Grund dazu, denn wir standen ganz kurz davor einen Mietvertrag zu unterschreiben. Leider hat sich ein paar Stunden vorher die beste Freundin der Vermieterin von ihrem Freund getrennt und brauchte nun ganz schnell eine Wohnung.

Zimmer teilen und vegan werden

Also habe ich das Internet weiter nach Anzeigen durchstöbert und bin auch auf interessante Angebote gestoßen. Ich fühlte mich zum Beispiel grundsätzlich erst einmal von der Beschreibung „aufgeschlossene Mitbewohnerin gesucht“ angesprochen. Zumindest solange bis ich verstanden habe, dass das Wörtchen „aufgeschlossen“ sich darauf bezog, dass man sich das Zimmer mit der Vermieterin teilen sollte.

Ein weiteres Highlight meiner Wohnungssuche war die vegane Katzen-WG. Bitte nicht falsch verstehen, ich habe nichts gegen Veganer und ich liebe Katzen.

Die sinngemäße Aussage der Wohnungsanzeige war allerdings: „Ich bin sehr selten zu Hause, es wäre aber schön, wenn du dich um meine Katzen kümmern und deine Essgewohnheiten anpassen könntest.“ Ich habe mir eine Anfrage dann mal gespart.

Inzwischen habe ich ein Zimmer gefunden und freue mich schon mega. Ich bin mir aber auch sicher, dass es in den nächsten Monaten wohl noch die ein oder andere Geschichte über mein kleines Berlin-Abenteuer zu erzählen geben wird.

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