Scenarios Typenlehre

Verschiedene Typen im Supermarkt

Wer im Supermarkt genauer auf seine Mitmenschen achtet, wird feststellen, dass beim Einkaufen jeder seine eigenen Verhaltensmuster hat. Annika hat die häufigsten Einkaufstypen aufgelistet.
Gut strukturiert alles schnellstmöglich in den Einkaufswagen packen, oder doch erst vor Ort von den Lebensmitteln inspirieren lassen? Es gibt solche und solche Typen im Supermarkt. © pixabay.de

Im Discounter einkaufen zu gehen, gerade zu bestimmten Zeiten wie freitagnachmittags oder samstags den ganzen Tag über, ist im Grunde ein Selbstmordkommando. Eigentlich lasse ich mich nicht so schnell stressen, doch allein der Gedanke daran, durch einen vollen Supermarkt zu laufen, treibt meinen Blutdruck in die Höhe. Das liegt nicht an der Aktivität an sich, sondern an den verschiedenen Typen, die einem im Supermarkt so begegnen:

Im Supermarkt anfangen den Einkauf zu planen

1. Der im Weg-Steher: Diese Leute habe ich ja wirklich gefressen. Wenn ich einkaufen gehe, habe ich einen Schlachtplan. Der Einkaufszettel ist so geschrieben, dass die Lebensmittel in der richtigen Reihenfolge dort stehen und es gibt keine großen Fragen, die im Laden noch aufkommen könnten.

Andere Menschen scheinen sich erst dort Gedanken zu machen, was sie kaufen möchten und denken am liebsten im Stehen nach. Oft schnappen sie sich also einen Einkaufswagen, schieben ihn in den Eingangsbereich des Supermarktes und bleiben dann erstmal genüsslich stehen – ganz gleich, wie viele organisierte Menschen hinter ihnen einfach an ihnen vorbeiziehen möchten.

2. Der Telefonierende: Häufig ist der im Weg-Steher gleichzeitig auch der Telefonierende. Denn wenn die Ratlosigkeit im Supermarkt zuschnappt, ruft er oder sie einfach zu Hause an und fragt noch mal nach, was man kaufen soll.

Telefonieren und gleichzeitig nicht im Weg rumzustehen ist schwierig, deswegen tritt dieser Typus in der Regel immer im Doppelpack auf. Letzterer ist aber noch ein bisschen nerviger, weil telefonieren in der Öffentlichkeit in der Regel immer super nervig für alle unfreiwillig Beteiligten ist.

Der halbe Einkauf landet wieder im Regal

3. Der Alles-Anfasser: Gerade in Zeiten einer Pandemie machen mich Menschen, die erst einmal alles in die Hand nehmen, um es zu inspizieren, wahnsinnig. Natürlich muss man manchmal bei den Eiern nachschauen, ob sie noch alle heil sind oder bei den Tomaten checken, ob auch keine gammlige dabei ist.

Aber die Alles-Anfasser fassen nun mal wirklich alles an – und stellen mehr als die Hälfte der Dinge, die sie angetatscht haben, wieder zurück ins Regal. Gerne auch mal an eine falsche Stelle, damit der Job von Supermarktmitarbeitern auch ja nie langweilig wird.

4. Die Kuschelbedürftigen: Es gibt wohl an jedem Ort Menschen, die noch nichts von einem privaten Space gehört haben und auch nicht davon, dass man bei Fremden in diesen nicht eindringen sollte. Stattdessen kommen sie so nah an einen heran, dass man schon fast ihren Atem im Nacken spürt.

Während Corona wird man Kuschelbedürftige relativ leicht wieder los, indem man sie auf die Abstandsregeln aufmerksam macht. Ansonsten muss man sich irgendwas anderes überlegen, um sie abzuschütteln.

Das ewige Leid der Kassierer und Kassiererinnen

5. Der ewig Quatschende: Dieser Typ tritt vor allem an der Kasse in Erscheinung. Völlig unscheinbar verwickelt er zunächst auf einmal die arme Person an der Kasse in ein Gespräch, dem sie nicht entkommen kann. Manchmal geht es ums Wetter, manchmal um die Einkäufe an sich.

Und während des ewigen Quatschens werden ganz langsam, fast schon achtsam, die Einkäufe in die Tasche geräumt. Eine wahre Freude für alle an der Kasse, die es eilig haben inklusive dem Personal, das sich vermutlich am liebsten Watte in die Ohren stopfen würde.