Persönliches

Leben am Limit: Das Fazit zur unfreiwilligen Offline-Zeit

Fast eine Woche kein Netflix und Instagram - da musste Autorin Lisa durch! Mit Spieleabenden und langen Lese-Sessions, hat sie die Zeit verbracht. Langeweile gab es tatsächlich keine.
Ein Smartphone ohne Internet ist eher kontraproduktiv. Lisa kennt das Problem: Nach fünf langen Tagen ohne Netz ist sie jetzt wieder online. © picture alliance / Hauke-Christian Dittrich/dpa

Ich bin wieder online! Nach fast fünf Tagen Internet-, Telefon- und Fernsehausfall bin ich zurück im 21. Jahrhundert. Mein Fazit: Es war schon etwas nervig, ohne alles auskommen zu müssen, aber trotzdem nie wirklich langweilig. Zum Glück konnte ich aber zum Arbeiten auf das WLAN und die Kellerräume bei meinen Großeltern ausweichen.

Waschmaschinen und Heizungskessel als Zoom-Hintergrund

Während ich die ersten Tage noch den Partykeller zur Verfügung hatte, bin ich später in den Heizungs- und Wäscheraum umgezogen, da mein Vater Platz für sein Homeoffice brauchte. Meine Projektgruppe war schon etwas traurig, als in meinem Hintergrund statt der Bar aus dem Partykeller dann plötzlich ein Heizungskessel zu sehen war. Meinen Professor hat die Waschmaschine, die neben mir stand, allerdings sehr amüsiert.

Abends zu Hause war das mit dem Unterhaltungsprogramm dann schon etwas schwieriger. Nach der ersten Ratlosigkeit ist mir aber schnell aufgefallen, was man auch ohne Internet und Fernsehen alles machen kann. Einfach mal mit seinen Eltern quatschen, kann zum Beispiel nicht nur interessant, sondern auch echt entspannend sein nach einem stressigen Tag.

Alte Spieleklassiker wieder für sich entdecken

Weniger entspannend waren die Spieleabende. Ich bin immer noch der Meinung, dass es echt unfair ist, wenn immer ich alle Vier-Ziehen-Karten beim UNO abkriege. Und die nächste Runde „Lotti Karotti“ gewinne auch ich ganz sicher wieder! Das waren aber nicht die einzigen Kinderspiele, die ich in den fünf Tagen ausgegraben habe: In einer meiner Schubladen habe ich doch tatsächlich noch meinen alten Nintendo DS wiedergefunden.

Um sich irgendwie offline zu beschäftigen, hat Lisa ihren alten Nintendo DS herausgekramt und alte Spiel-Avatare wieder zum Leben erweckt. © pixabay.de © pixabay.de

Was soll ich sagen, meinen Hundewelpen, die eigentlich seit ca. 10 Jahren der Verwahrlosung ausgesetzt sind, geht es erstaunlich gut. Nach ein bisschen Futter und einmal waschen, waren sie wieder topfit. Komischerweise sind sie aber kein Stück gewachsen … Auch bei „Animal Crossing“ kannten mich noch alle meine Nachbarn, obwohl ich mich an niemanden von ihnen mehr erinnern konnte. Sie waren allerdings etwas sauer, dass ich mich so lange nicht mehr blicken lassen habe… Nur bei „Wer wir Millionär“ habe ich es (immer noch) nicht geschafft die Millionen zu knacken. Da werde ich wohl weiterüben müssen, falls das Internet nochmal ausfällt.

Vorsätze für die Zeit nach dem unfreiwilligen Digital Detox

Etwas, was ich aber auch mit Internet unbedingt weitermachen möchte, ist Lesen. Mir ist auch aufgefallen, dass ich schon lange nicht mehr so viel gelesen habe, wie in diesen fünf Tagen. Aufs Filme Schauen konnte ich dann aber doch nicht ganz verzichten und das musste ich zum Glück auch nicht. Auf unserer alten Festplatte haben wir noch Filme gefunden, die wir irgendwann 2018 wohl mal aufgenommen hatten.

Auf die Filmtitel konnte man sich allerdings nicht so ganz verlassen, denn die wurden meist falsch angezeigt. Deshalb war es jedes Mal ein kleines Abenteuer sich einen Film auszusuchen, da eine vermeintliche Liebeskomödie sich gerne mal als Metzelfilm entpuppte. Neben diesen Filmen habe ich im Keller auch meine alte DVD-Sammlung wiedergefunden. Ich bin leider nicht dazugekommen etwas davon zu schauen, aber falls ich nochmal unfreiwillig offline bin, bin ich gerüstet mit „König der Löwen“, „Der tierisch verrückte Bauernhof“ und allen Staffeln „Pippi Langstrumpf“!