Do It Yourself

In wenigen Schritten zum eigenen Hochbeet

Nicht jeder hat die Möglichkeit, sich einen großen Gemüsegarten anzulegen. Wer stattdessen nur einen kleinen Balkon hat, kann sich allerdings ein Hochbeet bauen! Kristina zeigt, wie das geht.
Obwohl Kristina eigentlich keinen grünen Daumen hat, war das selbst gebaute Hochbeet ihres Freundes eine tolle Geburtstagsüberraschung. © privat

Die Tage werden wieder länger und draußen wird es wärmer. Endlich ist der lang ersehnte Sommer da. Für diejenigen, die einen Garten oder einen Balkon haben, ist das die Zeit, in der man den Rasen mähen oder neue Blümchen ins Beet einpflanzen kann. Als ich noch zu Hause gewohnt habe, hielt sich meine Begeisterung bezüglich Pflanzen und Blumen eher in Grenzen. Seitdem ich ausgezogen bin, ist das anders.

Mit wenig Material ist ein Hochbeet gebaut

Zunächst habe ich mich an eine Aloe-Vera Pflanze getraut, dabei konnte nämlich selbst ich mit meinem „braunen Daumen“ nicht viel falsch machen. Zu meinem Geburtstag hat sich mein Freund Julian dann etwas ganz Besonderes überlegt: Er hat mir ein Hochbeet für meinen Mini-Balkon gebaut. Ich würde behaupten, dass dies kein typisches Geburtstagsgeschenk ist. Allerdings hätte ich mir nichts Besseres vorstellen können und freue mich nun jeden Morgen und Abend, wenn ich meine Pflanzen gieße.

Ihr könnt Euch so ein Hochbeet einfach nachbauen, es ist gar nicht so schwer: Zunächst müsst Ihr die Maße Eures Balkons notieren, damit das Hochbeet auch wirklich auf den Balkon passt. Im Baumarkt könnt Ihr Euch dann das passende Holz kaufen, auf Eure Maße zuschneiden und zusammenschrauben. Julian hat das Holz später noch lackiert. Das könnt Ihr natürlich auch machen, wenn Euer Hochbeet eine bestimmte Farbe bekommen soll. Ins Innere Eures Holzkastens könnt Ihr nun eine Folie auslegen, in die Ihr ein paar Löcher hineinpikst, und sie festtackern.

Bei der Gestaltung ist Eure Kreativität gefragt

Die äußere und innere Gestaltung Eures Hochbeets ist natürlich ganz Euch überlassen. Mein Freund hat an die Außenseiten meines Beets kleine Schilder befestigt, auf denen süße Botschaften, wie „Hereinspaziert!“ oder „Ich bin im Garten!“, stehen.

Als das Hochbeet dann auf dem Balkon meiner Kölner WG seinen Platz gefunden hat, haben wir uns an einem sonnigen Tag zu zweit auf den Weg in ein Gartencenter gemacht. Dort haben wir eine Tomatenpflanze, kleine Salate, ein paar Kräuter und Dünger gekauft. Ich möchte nicht wissen, was die Leute sich gedacht haben, als wir auf dem Rückweg mit den ganzen Pflanzen in der Bahn gesessen haben…

Mittlerweile tut sich was in Kristinas Beet: Die Tomatenpflanze (links) hat einen ordentlichen Wachstumsschub gemacht! © privat © privat

Regelmäßiges Gießen ist von nun an Pflicht

Zuhause angekommen, haben wir unseren Einkauf sofort eingepflanzt. Ein paar Mini-Schippen und die Erde, mit der das Beet befüllt wird, hatte ich ebenfalls im Vorfeld zum Geburtstag geschenkt bekommen. Somit musste ich mich darum glücklicherweise nicht mehr kümmern. Als alle Kräuter und Pflanzen ihren Platz gefunden haben, habe ich das Beet noch ordentlich gegossen. Ich bin sehr glücklich mit dem Ergebnis und freue mich auf die erste Ernte!

Natürlich gibt es auch Tage, an denen ich nicht zu Hause bin. Da das Hochbeet regelmäßig gegossen werden muss, habe ich mir provisorische Bewässerungskugeln besorgt, mit denen das Beet ein paar Tage überleben kann. Außerdem haben sich meine zwei Mitbewohnerinnen dazu bereit erklärt, mein geliebtes Beet mal zu gießen. In unserer WG werde ich mittlerweile die „Pflanzen-Mutti“ genannt.

Die Tomaten sind euphorischer als geplant

Mein Fazit: Mittlerweile hat die Tomatenpflanze schon die gesamte linke Hälfte des Beets eingenommen, obwohl die Verkäuferin uns versichert hat, dass die Pflanze nicht mehr wächst. So war das Ganze nicht geplant und ich muss mir wohl etwas einfallen lassen. Trotzdem finde ich, dass ein Hochbeet Spaß bringt. Man freut sich wirklich, sobald die ersten Pflanzen anfangen zu wachsen!