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„Guns Akimbo“: Nur Daniel Radcliffe allein kann den Film nicht retten

Im Actionfilm „Guns Akimbo“ legt sich ein Nerd online mit den falschen Leuten an und wird so zum Teil ihres gefährlichen Spiels. Annika konnte der Film trotzdem nicht umhauen.
Daniel Radcliffe spielt im Actionstreifen "Guns Akimbo" den nerdigen Miles, dem zwei Waffen an die Hände geschraubt werden, damit er Teil eines perfiden Spiels wird. © picture alliance/dpa/Universum Film

Okay, okay, bei einem Filmtitel wie „Guns Akimbo“ kann man zumindest ahnen, dass dieser Streifen ein bisschen was mit Waffen zu tun haben wird. Ich habe der neuseeländischen Actionkomödie mit „Harry-Potter“-Star Daniel Radcliffe in der Hauptrolle dennoch ein Chance gegeben – und durfte wieder feststellen, dass ich Actionfilme doof finde.

In „Guns Akimbo“ spielt Radcliffe den nerdigen Programmierer Miles, der auf seiner Arbeit und vor allem von seinem Chef nach Strich und Faden verarscht wird.

Aus Frust begibt sich Miles ins Netz, um ein bisschen zu trollen und seinem Unmut Luft zu machen. Dabei landet er bei dem illegalen Streaming-Dienst „SKIZM“, der in illegalen Kämpfen die Teilnehmer bis zum Tod gegeneinander antreten lässt. Ein Publikum, von dem man ausgehen kann, dass man es besser nicht trollen sollte.

Miles wird zum neuen Spielball der Macher von „SKIZM“

Seine kindischen Internetaktivitäten rächen sich auch prompt: Der Chef von „SKIZM“ überfällt Miles mit seinen Jungs in seiner Wohnung und macht ihn zur neuen Spielfigur von „SKIZM“. Dafür lässt er ihm einen GPS-Tracker implantieren und zwei Pistolen an seine Hände festschrauben. Daraufhin wird Miles zum Abschuss für die aktuelle Starkämpferin Nix freigegeben.

Da Miles als Nerd keinerlei Kampferfahrung im echten Leben hat und auch nur so mäßig gut beim Schießen zielen kann, versteckt er sich erst einmal in einem Altkleidercontainer. Zumindest so lange, bis ihm klar wird, dass er sich seiner misslichen Lage stellen muss.

Die ganze Stadt scheint hinter ihm her zu sein oder zumindest im Netz mitzuverfolgen, wie er um sein Leben rennt. Seine unschuldige Art bringt der Verfolgungsjagd auf jeden Fall noch mal eine unterhaltsame Ebene und rettet ihm auch das eine ums andere Mal die Haut.

Innovation und Handlung bleiben auf der Strecke

Trotzdem bleibt „Guns Akimbo“ ein hirnloser Actionfilm mit viel Geballer und wenig Handlung. Durch andere Geschichten aus Buch, Film und Serien wie zuletzt in „Squid Game“ ist das Konzept, andere Menschen im Spiel zu töten, nicht mehr so fremd, das heißt, nicht mal die Idee ist innovativ.

Wer auf wildes Schießen, sinnlose Gewalt und den Hauch von Gaming-Feeling steht, der wird bei „Guns Akimbo“ (verfügbar bei Amazon Prime Video) nicht vollkommen enttäuscht werden – allen anderen sei gesagt: Nur weil Daniel Radcliffe mitspielt, ist der Film leider nicht zwangsläufig zauberhaft und dient, wenn überhaupt, eher der schlechten als der guten Unterhaltung. Die 97 Minuten Spielzeit kann man auf jeden Fall besser verbringen.

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