Im Gespräch mit Scenario

Faye Montana im Interview: „Ich würde immer zu 100% die Musik wählen“

„Rock Me Down“ heißt die neueste Single von Content Creatorin Faye Montana. Der Song soll als Hymne für starke unabhängige Mädchen dienen, wie die 17-Jährige im Interview verrät.
Bereits mit 13 Jahren hat Faye Montana ihre erste Single veröffentlicht. Vier Jahre später legt sie nun mit "Rock Me Down" nach. © Mats Bohle

Die 17-jährige Faye Montana ist ein echtes Multitalent: Für ihren Podcast „It‘s Out“ holt sie sich regelmäßig große Stars wie Madison Beer oder Zara Larsson ins Boot und auf ihren Social Media Kanälen folgen ihr rund 500.000 Leute. Nach längerer Pause hat sich Faye nun wieder ihrem weiteren Standbein, der Musik, gewidmet und ihre Single „Rock Me Down“ veröffentlicht. Wir haben im Interview mit ihr über dieses aufregende Kapitel gesprochen.

Deine Single „Rock Me Down“ ist seit Kurzem draußen. Wie ist Deine Verbindung zu dem Lied und was hat es mit dem Titel auf sich?

„Rock Me Down“ hatte einen sehr unerwarteten Entstehungsprozess. Wir waren im Studio, haben den Beat gehört und ich hatte direkt ein Gefühl, dass der Text dazu voller Selbstbewusstsein sein muss. Ich habe den Text dann zusammen mit der Songwriterin Hanni Schäfer geschrieben. Er soll vermitteln, dass Mädchen den Jungs den Weg zeigen. Oft genug ist es anders herum und jetzt wollten wir eine „Hymne“ für Frauen und Mädchen machen.

Du hast amerikanische Wurzeln. Fließen die in Deine Musik ein?

Wenn es um Musik geht, bin ich Vollblutamerikanerin. Da vergesse ich meine deutschen Einflüsse, weil ich glaube, dass ich niemals deutsche Texte schreiben könnte. Ich habe es aber ehrlicherweise noch nie ausprobiert.

Du bist bereits in vielen Bereichen aktiv und jetzt kommt noch die Musik dazu. Wie kam es jetzt zu diesem Schritt?

Es war schon immer ein bisschen in meinem Blut. Mein Vater war selbst Musiker und ich durfte immer mit ins Studio. Dazu habe ich immer Serien oder Filme geschaut, die eine Verbindung zur Musik hatten. Als ich 13 Jahre alt war habe ich meinen ersten Song „Numbers“ veröffentlicht, ohne groß darüber nachzudenken. Dann habe ich lange Pause gemacht. Es war für mich ein Projekt, was Zeit brauchte. Ich wollte lernen Texte zu schreiben, meinen Sound finden, mit unterschiedlichen Menschen ins Studio gehen. Die Single war wie ein Türöffner für alles. Die Musik war aber schon immer da.

TikTokerin, Influencerin, Podcasterin und Sängerin – wie bekommst Du das alles unter einen Hut?

Ich war auf einer strengen amerikanischen Schule und habe gleichzeitig über mehrere Jahre Leistungssport betrieben. Dadurch wurde ich sehr diszipliniert erzogen. Das projiziert sich nun auch auf meine Musikkarriere. Klar gibt es Momente, wo ich müde oder erschöpft bin, aber das versuche ich dann auszublenden. Die frühe Prägung hat viel dazu beigetragen.

In dem jungen Alter bereits eine solche Reichweite und Verantwortung zu haben, stelle ich mir schwierig vor. Wie gehst Du damit um?

Es gibt zwei Seiten der Medaille. Auf der einen Seite gibt die Reichweite mir die Möglichkeit, Menschen, die meine Musik mögen, zu erreichen. Gleichzeitig passe ich sehr darauf auf, dass ich mich nicht verpflichtet fühle, etwas zu posten. Wenn ich einen Tag lang nicht posten will, dann ist das so. Mein Leben dreht sich nicht um Social-Media. Es ist eine Kommunikationsplattform. Ich versuche, mit einer gewissen Lockerheit an die Sache heranzugehen.

Welchen Gast würdest Du gerne mal in Deinem Podcast begrüßen?

Meine Wunschgäste im Podcast wurden mir mit Zara Larsson und Julia Michaels schon erfüllt. Ariana Grande und Billie Eilish wären für die Zukunft Gäste, über die ich mich sehr freuen würde. Wir werden sehen, was passiert…

Wenn Du Dich nur für eine Tätigkeit (Podcast, Singen, etc.) entscheiden müsstest, welche wäre es?

Ich würde zu hundert Prozent die Musik wählen, weil sie mir am meisten Spaß macht. Die Musik würde ich niemals aufgeben.

Was sind Deine Ziele? Wie weit planst Du mit 17 Jahren im Voraus?

Ich hoffe, es geht noch ein bisschen weiter mit der Musik. In diesem Jahr werde ich noch einige Singles veröffentlichen. Spätestens nächstes Jahr hoffe ich, dass Festivals und Konzerte wieder möglich sind, sodass wir auf Tour gehen können. Ich würde mir wünschen, dass meine Musik international gehört wird.