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Ein Gedanken-Experiment: Wie abhängig sind wir vom Internet?

Ist der technische Fortschritt Fluch oder Segen? Wie abhängig sind wir vom Internet? Diese Fragen hat sich Scenario-Jugendreporter Nico einmal gestellt und krasse Antworten gefunden.
Ohne das Internet läuft in unserem alltäglichen Leben fast gar nichts mehr. © Joseph Mucira auf Pixabay

Uns ist in unserem alltäglichen Leben wahrscheinlich gar nicht so wirklich bewusst, wie sehr das Internet und die Technik im Allgemeinen unser Leben beeinflussen.

Wir verbringen Stunden über Stunden damit, auf unsere Handys oder Bildschirme zu schauen und empfinden ein Gefühl von Angst, wenn wir nur kurz keinen Zugriff auf unsere Technik haben.

Gleichzeitig sind wir natürlich auch auf unsere Technik und ein funktionierendes Internet angewiesen, um beispielsweise unserer Arbeit nachgehen zu können oder wichtige Nachrichten nicht zu verpassen.

Vollständiger Internet-Ausfall ist eher unwahrscheinlich

Doch was würde passieren, wenn das Internet auf einmal komplett ausfallen würde? Wie stark würde es dem Einzelnen überhaupt auffallen? Oder sind wir bereits so abhängig davon, dass die Welt bei einem längeren Ausfall in absolutem Chaos versinken würde? Ein globaler Ausfall des Internets ist zwar sehr unwahrscheinlich, jedoch nicht unmöglich und deshalb würde ich diesen Gedanken gerne einmal durchspielen.

Viele einzelne, gigantisch große Router sind noch einmal aufgeteilt in viele kleine Netzwerke, die allesamt lahmgelegt werden müssten. Ein einziger Angriff würde da wahrscheinlich nicht ausreichen, doch die nähere Vergangenheit hat gezeigt, dass selbst kleine Fehler große Auswirkungen haben können. So hat der Tippfehler eines „Amazon“-Technikers beispielsweise dafür gesorgt, dass zu viele Server abgeschaltet wurden und so verschiedene Dienste vom Netz genommen wurden.

Kommunikation würde einbrechen

Wenn das Internet flächendeckend nur ein paar Wochen ausfallen würde, hätte das bereits katastrophale Konsequenzen. Weder Mails, Nachrichten auf WhatsApp oder ähnlichen Anbietern oder normale Telefonanrufe wären dann noch möglich. Die Kommunikation zwischen Menschen würde fast komplett zum Erliegen kommen.

Außerdem würde fast das komplette Finanzsystem zusammenbrechen. Jede Bank und jede Börse ist auf das Internet angewiesen. Apotheken und Supermarktketten würden keine Bestellungen mehr aufgeben können – zumal es bereits an vorherigen Schritten dieser Transportkette scheitern würde.

Stromausfall mit schwerwiegenden Folgen

Sogar das Stromnetz würde einen Internetausfall spüren, da viele Kraftwerke bereits über das Internet gesteuert werden. Ohne Strom, ohne Internet würden Lebensmittel und Treibstoffe also weder produziert, noch geliefert oder anständig gelagert werden können.

Auch in Krankenhäusern könnten viele Patienten nicht mehr behandelt werden, weil quasi alle Behandlungsmethoden entweder auf das Internet oder auf Strom angewiesen sind.

Die Situation würde sich immer weiter zuspitzen. Lebensmittel und Trinkwasser würden rapide aufgebraucht oder schlicht unbrauchbar werden. Es würden katastrophale Hygienebedingungen herrschen, da es uns an fließend Wasser mangeln würde. Kurz gesagt, die Welt würde in eine Dystrophie verfallen.

Zu große Abhängigkeit vom Internet

Und das ist nicht einmal übertrieben: Schon wenige Wochen ohne Internet würden so zerstörerische Ausmaße haben, wie wir sie noch nie erlebt haben. Glücklicherweise ist zumindest die Infrastruktur gegeben, die ein solches Szenario zumindest sehr sehr unwahrscheinlich macht.

Sind wir also ZU abhängig von unserer Technik? Die Antwort lautet leider Ja. Wir sind an einem Punkt, an dem es kein Zurück mehr gibt, ganz im Gegenteil, wir bewegen uns mit rasender Geschwindigkeit auf eine Welt zu, die noch digitalisierter und noch automatisierter funktioniert.

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