Persönliches

Der erste Schritt Richtung Spontanität

Spontanität ist etwas, um das man andere oft beneidet. Auch Lisa findet es schade, nicht so spontan zu sein, wie sie es gern hätte. Mit einem ungeplanten Roadtrip hat sie sich überwunden.
Ins Auto steigen und drauf losfahren - der erste Schritt in Richtung Spontanität ist für Lisa getan. © pixabay.de

Ein spontaner Mensch sein und einfach mal das machen, worauf man Lust hat, ganz egal wie verrückt das auch klingt. Ja, so wäre ich gerne. Aber wenn ich ganz ehrlich bin, weiß ich, dass ich viel zu selten so bin. Zu oft höre ich auf meinen Kopf, der mir sagt, was ich noch alles zu erledigen habe, oder was alles schiefgehen könnte oder was andere Menschen dann vermeintlich über mich denken würden.

Kontakt zu altem Schulfreund war der entscheidende Schritt

Das hat mich so sehr selbst genervt, dass ich mit einer Freundin den Entschluss gefasst habe: Wir werden jetzt spontaner. Klingt zwar erstmal ganz gut, aber ich habe tatsächlich nicht geglaubt, dass ich mich großartig dran halte. Dann habe ich mich aber selbst überrascht.

Alles ging damit los, dass ich einem alten Freund aus der Schule zum Geburtstag gratuliert habe. Obwohl wir uns eigentlich immer gut verstanden haben, hatten wir schon länger nichts mehr voneinander gehört. Alle haben einfach – wie immer – zu viel Stress. Als er mir dann aber erzählte, dass er plant einen anderen Schulfreund in Lübeck zu besuchen, wurde ich neugierig.

Spontan eine Mitfahrgelegenheit organisieren

Ich selbst hatte schon Ferien und bis zu dem Tag hatte ich kaum Pläne. Scherzhaft habe ich gefragt, ob ich mich nicht einfach auf den Beifahrersitz setzen und mitkommen könnte. Ging nicht, besagter Freund war nicht in Waltrop. Dann ist mir aufgefallen, dass Verwandte von mir aus der Nähe von Lübeck zurzeit in Münster sind und am nächsten Tag zurückfahren wollten.

Als Lisa am Meer angekommen war, wusste sie, dass sich alles gelohnt hatte. Mit Jeans und Tshirt ging es das erste Mal seit Jahren wieder ins kühle Nass. © privat © privat

Nachdem geklärt war, dass auch der andere Freund nichts gegen meinen Besuch hätte, habe ich also kurzentschlossen meine Großcousine angerufen. Nach einigem Hin und Her hatte ich dann tatsächlich eine Mitreisegelegenheit nach Lübeck.

Grenzenlose Freude über die Zeit am Meer

Ich muss sagen, ich war lange nicht mehr so entspannt, wie an diesen paar Tagen. Es hat mir so gutgetan einfach mal rauszukommen und mit Leuten zu quatschen, die ich schon so lange nicht gesehen habe. Außerdem habe ich endlich nach zwei Jahren das Meer wiedergesehen. Wie ein kleines Kind bin ich in die Wellen gerannt.

Meine Hose war danach zwar klitschnass, aber ich war glücklich. Ich würde sagen, dieser Trip war ein voller Erfolg und hat meinen Vorsatz spontaner zu sein eindeutig erfüllt. Ich bin schon ein bisschen stolz auf mich. Aber darauf darf sich natürlich nicht ausgeruht werden. Also auf zu neuen Abenteuern!