Scenarios Auslandsreihe

Around the World: Zur High School in Kanada

Kanada -Teil 1: Der Schüleraustausch in der 7. Klasse hat Jana das Leben und Lernen im Ausland schmackhaft gemacht. Jetzt geht es für sie ein ganzes Schuljahr nach Cornwall in Kanada.
In unserer Auslandsreihe "Around the World" berichten unsere Jugendreporterinnen und -Reporter von ihren Abenteuern an den unterschiedlichsten Fleckchen der Welt. © pixabay.de

Hi, ich bin Jana und ich schreibe das erste Mal hier auf Scenario für „Around the World“. Ich möchte Euch gerne mit nach Kanada in mein Auslandsschuljahr nehmen.

Schon seit mehreren Jahren spiele ich mit dem Gedanken, ein Schuljahr im Ausland zu verbringen – am liebsten in einem englisch- oder französischsprachigen Land, weil mich beide Sprachen interessieren. Die ersten Berührungspunkte hatte ich beim Französisch-Schüleraustausch in der siebten Klasse.

YouTube-Videos und Blogs stärken den Wunsch

Je näher ich der Oberstufe kam, desto größer wurde der Wunsch, ein Auslandsjahr zu machen. Viele YouTube-Videos und Blogs von anderen Austauschschülerinnen und -Schülern haben mich immer mehr darin bestärkt. Der Schüleraustausch hatte in Organisation durch mein Gymnasium stattgefunden. Das sollte bei meinem jetzigen Vorhaben ganz anders aussehen.

Für das Auslandsjahr musste ich meine Eltern mit ins Boot nehmen und diese haben meinen Plan auch zum Glück nach einer kleinen Phase der Sprachlosigkeit unterstützt. Jetzt fehlte nur noch das Ziel. Doch auch das hatte ich nach recht kurzer Bedenkzeit gefunden: Es soll Kanada werden.

Natur und Großstadtflair in einem Land vereint

In Kanada trifft vieles zusammen. Man denkt als Erstes sofort an die schöne Natur, an endlose Wälder, reißende Flüsse und im Winter meterhohen Schnee. Doch Kanada bietet ebenso Großstadtflair mit Metropolen, wie Montreal, Toronto, Vancouver oder Quebec. Als Einwanderungsland treffen hier viele kulturelle Einflüsse aufeinander. Ich hoffe, ich kann neben dem Schulalltag auch viele dieser kulturellen Eindrücke mitnehmen.

Janas Koffer sind gepackt und die Freude groß. Es kann also losgehen! © Privat © Privat

Außerdem hat Kanada den Vorteil, dass es ein englischsprachiges und französischsprachiges Land ist. Da ich seit der sechsten Klasse sehr gerne Französisch lerne, sehe ich hier die Chance, nebenbei auch noch mein Französisch zu verbessern.

Langes Suchen nach der richtigen Organisation

Wegen Corona gab es natürlich keine Messen für Auslandsaufenthalte und so habe ich mich durch unzählige Webseiten diverser Organisationen geklickt, von denen es wirklich unfassbar viele verschiedene gibt. Anfangs erscheint einem das als ein riesengroßes Chaos und man meint, man findet nie die richtige Organisation.

Aber nach vielen Stunden des Suchens und mehreren Skype-Beratungs- und Vorstellungsgesprächen habe ich mich dann mit meinen Eltern zusammen für TREFF Sprachreisen entschieden, die schon seit über 20 Jahren Schüleraustausche nach Kanada organisieren.

Mit der Unterstützung dieser Organisation habe ich mir letztendlich Cornwall, eine Kleinstadt in der Provinz Ontario im Osten Kanadas, ausgesucht. Cornwall ist von der Einwohnerzahl ungefähr so groß wie Oer-Erkenschwick und liegt ca. 100 km südwestlich von Montreal entfernt direkt am Sankt-Lorenz-Strom.

Der Fluss bildet auch die Grenze zwischen Kanada und den USA, sodass die USA nur eine Brücke von Cornwall entfernt sind. Auch Ottawa, die Hauptstadt Kanadas, liegt nur ca. 50 km entfernt.

Fashion Design und Theater auf dem Lehrplan

Eine Unterteilung in Haupt-, Real-. Gesamtschule und Gymnasium gibt es in Kanada nicht. Die High Schools werden von allen Schülerinnen und Schülern besucht. Außerdem werden neben den auch in Deutschland bekannten Fächern, wie Mathe, Sprachen, Naturwissenschaften oder Sozialwissenschaften, auch praktische Fächer, wie Hair Styling, KFZ-Reparaturen, Computer, Fashion Design oder Theater angeboten.

Mit dieser großen Auswahl kann man sich bereits sehr früh zur Schulzeit auf seine zukünftigen beruflichen Interessen vorbereiten, aber auch das theoretische Schulleben etwas auflockern.

2 Wochen Urlaub statt Quarantäne

Neben diesen ganzen Entscheidungen habe ich eine andere wichtige Hürde zum Glück auch schon geschafft: Pünktlich zur Abreise bin ich vollständig gegen Corona geimpft. So bleibt mir die zweiwöchige Quarantäne bei meiner Gastfamilie erspart und ich kann meinen Aufenthalt mit zwei Wochen Urlaub beginnen und mich einleben, bevor die Schule dann beginnt. Meine Koffer sind schon gepackt und ich freue mich, wenn es in den nächsten Tagen losgeht. Davon erfahrt Ihr dann bald mehr!

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