Coronavirus

Trotz „2G“-Zugangsbeschränkung: Zahl der Corona-Infizierten nach Party in Münster steigt deutlich

Bei einer Club-Party in Münster haben sich deutlich mehr Menschen als gedacht mit Corona infiziert - obwohl sie genesen oder geimpft waren. Die Ursachenforschung hat begonnen.
Mindestens 26 Menschen haben sich in Münster bei einer Club-Party mit dem Corona-Virus angesteckt. (Symbolbild)
Mindestens 26 Menschen haben sich in Münster bei einer Club-Party mit dem Corona-Virus angesteckt. (Symbolbild) © picture alliance/dpa

Im Fall der Corona-Infektionen bei einer Clubparty unter „2G“-Bedingungen in Münster ist die Zahl der bekannt gewordenen Infizierten auf 39 gestiegen. Weitere Ansteckungen seien wahrscheinlich, berichtete die Stadtverwaltung am Freitag.

Bei den Betroffenen handele es sich hauptsächlich um immunisierte Personen zwischen Anfang und Mitte 20. Sie hätten milde oder gar keine Symptome. 22 Infizierte kämen aus Münster.

Die Suche nach weiteren möglicherweise betroffenen Kontakten gestalte sich schwierig, da die aktuelle Coronaschutzverordnung keine Rückverfolgbarkeit von Gästen vorsehe. Die Gäste hatten sich am 3. September bei der Partynacht mit rund 380 Gästen angesteckt. Die Stadt lobte unterdessen die Clubbetreiber.

Das vom Club bereits Mitte August eingebrachte Hygienekonzept werde von der Verwaltung als vorbildlich bewertet. Die Betreiber hätten die vorgeschriebene 3G-Zugangsvoraussetzung selbstständig auf 2G verschärft, womit ausschließlich Geimpfte und Genesene Zutritt erhalten sollten.

Club in Münster hatte sich offenbar an Corona-Verordnung gehalten

Trotz des Lobs forderte das Gesundheitsamt die Impfnachweise der betroffenen Gäste an. Auch die geprüften Lüftungsanlagen überträfen laut Wartungsfirma die Anforderungen. „Nach bisheriger Erkenntnis hat der Club alle nach Coronaschutzverordnung NRW nötigen Rahmenbedingungen geschaffen“, erklärte Krisenstabsleiter Wolfgang Heuer.

Dass sich Personen trotz Immunisierung auch weiterhin anstecken und zu Überträgern werden können, sei bekannt. „Klar ist aber auch, dass die Schutzimpfung das Risiko einer schweren Erkrankung extrem reduziert.“ Das Gesundheitsamt empfahl allen Gästen der Party, einen Bürgertest vornehmen zu lassen. Bei Symptomen solle man sich an seinen Hausarzt wenden.

dpa

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