Schießerei

Schießerei in Duisburg: Hintergründe noch unklar

Bei einer Schießerei in Duisburg vor gut einer Woche wurden mindestens zwei Waffen verwendet, beide sind nicht auffindbar. Auch die Hintergründe bleiben noch unklar.
Bei den Ermittlungen zu einer Schießerei mit vier Verletzten liegen laut Polizei noch keine gesicherten Erkenntnisse vor. © dpa

Bei der Schießerei mit vier Verletzten vor gut einer Woche in Duisburg sind mindestens zwei scharfe Schusswaffen verwendet worden. Das haben die Ermittler am Freitag bekannt gegeben. Beide Waffen seien bislang nicht aufgefunden worden.

Zwischenzeitlich waren 90 Beteiligte des Tumults identifiziert worden. Neue Festnahmen habe es aber nicht gegeben, hieß es am Freitag. Die zunächst festgenommenen 15 Männer waren wieder freigelassen worden. Die Ermittler waren auf eine Mauer des Schweigens gestoßen.


„Keine gesicherten Erkenntnisse“

Die Ermittler führen die Schießerei auf eine Auseinandersetzung der Rockergruppe Hells Angels mit einem türkisch-arabischen Clan zurück. Ermittelt wird wegen schweren Landfriedensbruchs und versuchter Tötungsdelikte.

Zum genauen Hintergrund des Gewaltausbruchs äußerten sich die Ermittler nicht. „Wir haben da ein paar Ideen, aber keine gesicherten Erkenntnisse“, hieß es. Am Hamborner Altmarkt, dem Ort des Geschehens, gebe es keine Lokalitäten, die der einen oder anderen Gruppe zuzurechnen seien.

Im Duisburger Stadtteil Hamborn waren am Mittwochabend vergangener Woche mindestens 19 Schüsse gefallen. Das auf Tonaufnahmen des Geschehens deutlich mehr Schussgeräusche zu hören seien, könne verschiedene Ursachen haben: Von Echogeräuschen über ebenfalls verwendete Gaswaffen bis zu Revolvern, die keine Hülsen auswerfen. Den Ermittlern liege inzwischen authentisches Filmdatenmaterial des Geschehens in größerer Menge vor.

dpa

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