Landtagswahl in NRW

Nach der Landtagswahl in NRW: SPD und Grüne treffen sich zu Gesprächen

Nächste Runde auf der Suche nach einer neuen Landesregierung für NRW: Nach der CDU treffen sich die Grünen nun mit der SPD.
Thomas Kutschaty, SPD-Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen, schüttelt die Hand von Mona Neubaur, Spitzenkandidatin von Bündnis90/Die Grünen, im Landtag am Abend der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen.
Thomas Kutschaty, SPD-Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen, schüttelt die Hand von Mona Neubaur, Spitzenkandidatin von Bündnis90/Die Grünen, im Landtag am Abend der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen. © picture alliance/dpa

Fünf Tage nach der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen wollen Sozialdemokraten und Grüne an diesem Freitag (14 Uhr) zu einem ersten Gespräch zusammenkommen. Die jeweils fünfköpfigen Delegationen um die Spitzenkandidaten Thomas Kutschaty (SPD) und Mona Neubaur (Grüne) treffen sich in einem Düsseldorfer Hotel.

Als formale Sondierungsgespräche für eine Koalition wollen die Landesparteien das noch nicht verstanden wissen. Es gehe zunächst nur um „erste Gesprächen über eine Bewertung der aktuellen politischen Lage in Nordrhein-Westfalen“, teilten sie mit. Obwohl die SPD bei der Wahl am vergangenen Sonntag hinter der CDU auf Platz zwei gelandet war und mit 26,7 Prozent ihr schlechtestes Ergebnis bei einer NRW-Landtagswahl eingefahren hatte, will SPD-Landesparteichef Kutschaty ausloten, ob ein Bündnis mit Grünen und FDP geschmiedet werden könnte.

Rechnerisch wäre eine solche Ampel-Koalition möglich. Allerdings geht FDP-Spitzenkandidat Joachim Stamp fest davon aus, dass es in NRW zum ersten schwarz-grünen Bündnis kommen wird und sieht diese beiden Parteien für eine Regierungsbildung am Zug.

Der bisherige Vize-Ministerpräsident und Landesfamilienminister sagte der „Rheinischen Post“ (Donnerstag/Printausgabe Freitag): „Ich erwarte, dass die CDU, die ja in erster Linie auf das Ministerpräsidentenamt aus ist, dafür den Grünen extrem entgegenkommen wird und wir bereits Ende Juni eine schwarz-grüne Landesregierung sehen werden.“ Trotz Einladungen von CDU und SPD wollen die Freidemokraten derzeit nicht in formale Sondierungsgespräche ziehen.

Für ein Zweierbündnis von SPD und Grünen gibt es im Landtag allerdings keine Mehrheit. Ein erster Austausch zwischen CDU und Grünen mit jeweils fünfköpfigen Delegationen war von den Spitzenkandidaten, Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) und der Grünen-Landesparteichefin Neubaur, am Mittwoch als angenehm, offen und ehrlich bewertet worden.

dpa

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