Coronavirus

Land NRW verschärft die Corona-Regeln

Das Land NRW hat die Corona-Schutzverordnung verschärft. Damit reagiert die Landesregierung auf die Beschlüsse des Bund-Länder-Gipfels. Die Änderungen im Überblick.
Eilmeldung: Sobald wir weitere Informationen haben, berichten wir an dieser Stelle weiter. © picture alliance/dpa

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) Nordrhein-Westfalens hat die Corona-Schutzverordnung verschärft. Mit dem neuen Erlass reagiert die Landesregierung auf die Beschlüsse des Corona-Gipfels am vergangenen Dienstag (21. Dezember). Die Verschärfung soll das Infektionsgeschehen des Coronavirus und die Verbreitung der hoch-ansteckenden Omikron-Variante bremsen. Die neuen Maßnahmen gelten ab dem 28. Dezember und zunächst bis zum 12. Januar 2022.

Die verschärften Maßnahmen im Überblick:

  • Kontaktbeschränkungen auch für Geimpfte und Genesene: Ab dem 28. Dezember 2021 sind private Zusammenkünfte im Innen- wie Außenbereich von Geimpften und Genesenen nur noch mit maximal zehn Personen (allerdings ohne Begrenzung auf eine bestimmte Zahl von Hausständen) erlaubt, teilt das MAGS in einem Schreiben mit. Kinder bis zur Vollendung des 13. Lebensjahres sind davon ausgenommen. Nimmt mindestens eine ungeimpfte Person an einem Treffen teil, gelten die strengeren Bestimmungen und neben dem eigenen Hausstand dürfen nur noch zwei Personen eines weiteren Hausstands teilnehmen.
  • Großveranstaltungen ohne Zuschauer: Überregionale Großveranstaltungen dürfen nur noch ohne Zuschauer stattfinden. Bei sonstigen Veranstaltungen gibt es Kapazitätsgrenzen, maximal sind 750 Zuschauern erlaubt.
  • Maskenpflichten und 2G+-Regel für den Freizeitbereich: Die Ausnahmen von der Maskenpflicht werden reduziert. Bei Sport in Innenräumen, in Schwimmbädern und bei Wellnessangeboten können keine Masken getragen werden, deshalb müssen auch Geimpfte und Genesene hierfür zusätzlich einen aktuellen, negativen Schnelltest vorzeigen, der nicht älter als 24 Stunden sein darf

Weitere Beschlüsse der Bund-Länder-Beratungen wie die Schließung von Discotheken und Clubs oder das Feuerwerksverbot waren in Nordrhein-Westfalen bereits umgesetzt.

NRW-Gesundheitsminister wirbt um Verständnis für die Maßnahmen

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) warb um Verständnis für die Maßnahmen – und rief zum Impfen auf. „Ich bin mir bewusst, dass viele Menschen, die solidarisch waren und sich frühzeitig haben impfen lassen, nicht glücklich sind, dass nun zum Jahresende wieder Einschränkungen auf sie zukommen. Ich bedanke mich bereits jetzt für ihr Verständnis“, teilte Laumann mit. „Klar ist, dass wir nur mit Kontaktbeschränkungen allein einer wahrscheinlichen Omikron-Welle nicht erfolgreich werden begegnen können. Wir müssen die Auffrischungsimpfungen weiter vorantreiben und die nach wie vor zu große Impflücke schließen. Mein Appell lautet daher: Wenn Sie es nicht schon getan haben, lassen Sie sich bitte schnellstmöglich impfen.“

Zudem empfiehlt das MAGS dringend die Booster-Impfung gegen das Coronavirus, die einen erhöhten Schutz vor Ansteckung und schweren Verläufen bietet. Auch sonst sollten die Menschen in NRW alle möglichen und nötigen Maßnahmen ergreifen, die die Verbreitung des Virus erschweren. Dazu gehört das Einhalten von Abstand, regelmäßiges Lüften und die Nutzung freiwilliger Schnelltests vor Zusammenkünften.

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