Boden- und Klimaschutz

Umdenken im Recklinghäuser Gewerbegebiet Ortloh: Wald darf Wald bleiben

Es ist keine sensationelle Neuigkeit, aber es ist ein Indiz für ein Umdenken, das auch die Stadt Recklinghausen erreicht hat: Ein Stück Wald im Gewerbegebiet Ortloh darf bleiben, was es ist.
Der rote Pfeil (oben) zeigt an, welches Waldstück hinter Pferdesport Loesdau ein Waldstück bleiben soll. © Jörg Gutzeit/Archiv

Es mag ein Stück Natur sein, das selbst die vorbeieilenden Radfahrer auf der König-Ludwig-Trasse nicht sonderlich würdigen, aber es ist da: Ein kleines Stück Wald, das eben von jener Trasse im Westen, von der A 2 im Süden und im Osten von einem ebenfalls recht unscheinbaren Entwässerungsgraben umschlossen wird. Im Norden schließt sich ein schmaler und noch unbebauter Streifen Gewerbegebiet an, und genau das war eigentlich auch für das hier gerade beschriebene Stück Natur vorgesehen.

Aus der Vogelperspektive: Neben der A2 und der König-Ludwig-Trasse liegt das betreffende Waldstück. © RVR

Doch daraus wird nun wohl nichts mehr: Der Landesbetrieb Wald und Holz NRW hatte noch einmal deutlich darauf hingewiesen, dass es sich bei dem Areal im Gewerbegebiet Ortloh, das früher einmal zu einer Gärtnerei gehört hatte, nicht nur rein äußerlich, sondern auch im Sinne des Forstgesetzes um einen richtigen Wald handelt.

Nun ist es bekannt, dass Recklinghausen eigentlich viele neue Gewerbeflächen braucht, doch in diesem Fall leistete die Stadtverwaltung keinen Widerstand und will das Gebiet jetzt auch offiziell zu einer Grünfläche machen. Und dahinter steckt ausdrücklich auch ein Umdenken: Sparsamer Umgang mit Grund und Boden, also Freiraumschutz und Verzicht auf Versiegelung im Sinne des Klimaschutzes, ist eine inzwischen festgeschriebene Maxime. Dass das Areal in der Nähe von Pferdesport Loesdau bislang nicht vermarktet werden konnte, hat die Entscheidung sicherlich nicht erschwert.

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