Laternenumzüge

Trotz Corona: St. Martin reitet in Recklinghausen – aber mit Auflagen

Der große Martinsumzug des Martinimarktes in Suderwich fällt ebenso aus wie der Markt selbst. Viele Kitas veranstalten aber ihre Laternenumzüge. Und St. Martin reitet auch – mit Auflagen.
Der große Martinsumzug in Suderwich fällt ebenso aus wie der Martinimarkt. © Thomas Nowaczyk (Archiv)

Das ist für Familien eine gute Nachricht: In vielen Gemeinden können trotz der Corona-Pandemie die Mädchen und Jungen mit ihren bunten Laternen losziehen und den traditionellen Martinsumzug gemeinsam mit Mama, Papa, Oma, Opa und Geschwisterkindern genießen. Es wurden bisher 24 Martinsumzüge genehmigt, teilte die Stadtverwaltung auf Anfrage mit. Laut der aktuellen Coronaschutzverordnung gibt es eine Empfehlung zum Tragen von Masken, wo ein Abstand von 1,50 Meter nicht eingehalten werden kann.

Beim Umzug des Kindergartens St. Martin reitet sogar der Namenspatron hoch zu Ross dem Laternenumzug vorweg. „Es war uns ein Anliegen, dass der Martinsumzug in diesem Jahr wieder stattfindet, um Kindern und Eltern wieder ein Stückchen Normalität bieten zu können“, sagt Kita-Leiterin Stephanie Grunau. Wegen der Pandemie wurde das Geschehen komplett nach draußen verlagert. Die Veranstaltung richtet sich nur an Kita-Kinder und deren Familien. Die Mädchen und Jungen folgen St. Martin auf seinem Ross zur St. Antoniuskirche. Vor der Kirche führen Kinder das St. Martin-Stück auf. Anschließend gibt es Stutenkerle, es wird gesungen. Ein kleines Lagerfeuer sorgt für gemütliche Stimmung. Es wird auf den Abstand geachtet, während des Martinsspiels trägt das Publikum Maske.

Abstandsregeln müssen eingehalten werden

Nur eine kleinere Runde drehen die Mädchen und Jungen des Familienzentrums St. Christophorus mit ihren Laternen. Vorher zeigen die Kinder vor der Kita das Martinsspiel. Auf dem Außengelände können sich die Teilnehmenden anschließend mit Bratwürstchen, Glühwein und Kakao stärken. Alles findet draußen statt, die Abstandsregeln müssen eingehalten werden.

Aufgrund der aktuellen Pandemielage gibt es in der Liebfrauen-Gemeinde keinen großen Umzug wie in den vergangenen Jahren. Für die Kinder und Eltern der Liebfrauen-Kita findet ein kleines Fest am Lagerfeuer auf der Gemeindewiese statt. Die Kinder haben ihre selbst gebastelten Laternen dabei. Es gibt Martinsspiel, Gesangsrunde und Brezeln vom Förderverein.

Die acht Kitas der Propsteigemeinde St. Peter veranstalten in diesem Jahr nur für ihre Kinder und deren Familien jeweils einen kleinen Umzug. „Wir haben das einheitlich so entschieden. Bei den steigenden Infektionszahlen sind wir lieber vorsichtig“, erklärte Verbundleiterin Barbara Müllender. Auf die Einhaltung der Regeln werde geachtet.

Auf den traditionellen großen Laternenumzug müssen die Suderwicher pandemiebedingt ebenso verzichten wie auf den Martinimarkt. „Wir sind sehr traurig darüber. Aber die Bedenken waren zu groß bei einer so großen Zahl an Menschen“, sagt Markus Flögel, Vorsitzender des VV Suderwich.

Der Abend in Datteln

Täglich um 18:00 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.