Grüne fordern

Register soll über Baumfällungen und Ersatzpflanzungen aufklären

Nicht immer ist für die Recklinghäuser ersichtlich, warum ein Baum gefällt wird. Manch einer regt sich auf, sobald die Säge ansetzt. Mit einem Register wollen die Grünen für Klarheit sorgen.
Darüber waren viele Menschen in Recklinghausen traurig: Wegen eines Pilzbefalls wurde 2021 die rund 200 Jahre alte Blutbuche im Biergarten von Boente gefällt. © Jörg Gutzeit

Regelmäßig informiert die Stadt zwar über anstehende Baumfällungen. „Die Menschen dieser Stadt kontaktieren uns aber oft deswegen und fragen sich, warum die Bäume in ihrer Straße oder auf ihrer Jogging-Strecke gefällt wurden“, so Thorben Terwort, Sprecher des Stadtverbands der Grünen. Die Partei will mit einem Online-Register für Baumfällungen und Ersatzpflanzungen für einen schnelleren Informationsfluss sorgen.

Es sei verständlich, dass die Bürger sich übergangen fühlten, wenn auf einmal „jede Menge Bäume gefällt werden“. „Es gibt bereits eine Liste aktueller Baumfällmaßnahmen auf der Internetseite der Stadt“, so Terwort weiter. „Aber diese ist kaum bekannt und in der Handhabung auch nicht ideal.“

Jan Matzoll, Recklinghäuser Landtagskandidat der Grünen und stellvertretender Umweltausschussvorsitzender im Ruhrparlament, ist den Bürgern dankbar für die Rückmeldungen. Auch die Politik sei nicht immer über jede Fällmaßnahme vorab informiert. „Es geht nicht darum, die beauftragten Unternehmen dafür zu kritisieren, dass sie ihre Arbeit machen. Aber wir brauchen ein laufend aktualisiertes, öffentlich einsehbares Register, das offenlegt, welche Gründe für eine Fällung bestehen.“ So könnten die Bürger sich eine Meinung bilden. Ebenso wichtig seien abrufbare Informationen über geplante und erfolgte Ersatzpflanzungen.

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