Wallring

Linderung für die Linden

Rettung naht: Der Umweltausschuss hat lebenserhaltende Maßnahmen für die noch zu rettenden Linden am Wallring beschlossen. Mehr Raum für die Wurzeln und Dünger sollen den kranken Bäumen helfen.
Es steht nicht gut um die Linden am Wallring. 37 von ihnen ist nicht mehr zu helfen, 168 hofft man wieder aufpäppeln zu können. © Jörg Gutzeit

Wem bislang noch nicht ganz klar war, wie arg es für einen erheblichen Teil der Linden entlang des Wallrings steht, für den schildert es der Abteilungsleiter Stadtgrün und Straßenbau Stefan Frackowiak im Umweltausschuss drastisch: „Sie sehen vielleicht gesund aus, aber eigentlich kann man schon ein Kreuz daran machen.“ Wie berichtet geht es keinem dieser 205 Stadtbäume gut, 37 sind gar nicht mehr zu retten.

Der Ausschuss beschließt in seiner Sitzung einstimmig, die Verwaltung mit verschiedenen Maßnahmen zu beauftragen, um den vielleicht noch zu rettenden Bäumen wieder auf die Beine zu helfen. Die 37 kleinkronigen Winterlinden, für die wohl jede Hilfe zu spät kommt, sollen sukzessive ersetzt werden. Noch im Herbst oder im Winter wolle man beim Rest damit beginnen, Kronenschnitte vorzunehmen und Stammschutzfarbe aufzutragen, so Frackowiak.

Entsprechend der Empfehlung des Gutachters sollen die Wurzeln mehr Platz bekommen. Diese Maßnahme umfasst die Entfernung der Wurzelschutzfolie (Frackowiak: „Ein massiver Eingriff.“) und die Auflockerung der Deckschicht. Die seinerzeit viel zu eng gewählten Korsetts, die wohl verhindern sollten, dass die Wurzeln Straßendecken, Gehwege und Rohre beschädigen, sind die Hauptgründe für das Linden-Debakel. Bäume, deren Wurzelsperren nicht entfernt werden können, sollen sukzessive entfernt und nachgepflanzt werden. Außerdem sollen die Linden gedüngt werden.

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