Ehrenamtliches Engagement

Recklinghausen hat 20 neue „Samariter“ – jetzt auch ganz offiziell

Ohne sie wäre die Stadtgesellschaft um einiges ärmer: Bürgermeister Christoph Tesche hat 20 ehrenamtlich besonders engagierte Recklinghäuser im Rathaus mit der Samariternadel ausgezeichnet.
Die neuen Träger der Recklinghäuser Samariternadel stehen mit Bürgermeister Christoph Tesche und dessen Stellvertreterin Marita Bergmaier auf der Rathaustreppe.
Ausgezeichnet: Die mit der Samariternadel geehrten Bürger stellten sich mit Bürgermeister Christoph Tesche (l.) und dessen Stellvertreterin Marita Bergmaier (r.) auf der Rathaustreppe zum Erinnerungsfoto auf. © Stadt Recklinghausen

Die Samariternadel gehört zu den wichtigsten Auszeichnungen der Stadt. Wer sie erhält, hat sich um Recklinghausen und die Menschen verdient gemacht. Bei der Ehrung für die 20 neuen Würdenträger betonte Bürgermeister Christoph Tesche, dass diese sich „mit ganzem Herzen für unsere Gesellschaft“ einsetzten. „Sie tragen unsere Stadt mit. Ihr Einsatz ist vorbildlich.“ Mit der Auszeichnung wolle man ihnen „die Wertschätzung entgegenbringen, die sie verdienen“.

Das Wohnungsteam des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) mit Astrid Balzer, Mahamadou Diarra, Eckehard Görlitz, Michael Gulik, Hans-Jürgen Schröder und Dr. Wei Xia: Seit Mai 2019 engagiert sich das Team im Bereich Migrationsdienst des SkF. Die Ehrenamtlichen unterstützen Geflüchtete bei der Wohnungssuche. Sie erledigen Formalitäten bei den Behörden, begleiten zu Besichtigungsterminen, helfen beim Umzug, besorgen Möbel und Ausstattung für die Wohnung – mitunter sogar auf eigene Kosten. So konnte bisher mehr als 50 Menschen bei der Vermittlung einer Wohnung geholfen werden.

Das Team des Kleidershops „Sitzt und Passt“ des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) mit Irene Soja, Ursula Michalek, Ela Wessels, Elke Manikowski, Faina Taranova, Hanna Artsiamkowa, Anja Michelmann und Barbara Blüder: Im Mai 2021 hat das DRK an der Breiten Straße 22 den Kleidershop eröffnet. Acht Frauen kümmern sich darum, dass sozial benachteiligte Menschen sich mit Kleidung versorgen können. An vier Tagen in der Woche übernehmen sie die Annahme, Sortierung und Aufbereitung gespendeter Waren. Zudem führen sie ein kleines Lager, das in der jetzigen Notsituation für ukrainische Gäste mit Kleiderspenden Erste Hilfe leisten konnte.

Karla Reinbacher-Richter und Dr. Roland Richter: Das Ehepaar engagiert sich seit Sommer 2015 in der Flüchtlingshilfe und hat sich einer syrischen Familie angenommen, sie bei Behördengängen und Arztbesuchen begleitet und geholfen, dass ein Aufenthaltstitel erwirkt werden konnte. Daneben hat das Ehepaar die Familie beim Erlernen der deutschen Sprache unterstützt, sie mit der Kultur und der Stadtgesellschaft vertraut gemacht, mit ihnen die Ruhrfestspiele und Museen besucht.

Dieter Geest: Er hat mit seiner 2021 gestorbenen Ehefrau Margret eine ganze Reihe von Spendenaktionen für das Hospiz initiiert. Dieter Geest war einst selbst als Stallinhaber und Fahrer auf der Trabrennbahn Hillerheide aktiv. 1994 organisierte er dort erstmals einen Renntag, bei dem Geld für das Hospiz „ertrabt“ wurde. Später nutzte er als Taubenzüchter sein Netzwerk für Auktionen zugunsten des Hospizes. Insgesamt hat das Ehepaar Geest 160.000 Euro an Spenden für die Einrichtung in der Südstadt gesammelt.

Im Beruf und in der Freizeit für andere im Einsatz

Wolfgang Baginski: Der frühere Bergmann hat unter Tage erlebt, wie wichtig Solidarität und Verlässlichkeit sind. Diese Werte lebt er auch bei den Maltesern, bei denen er für den Hausnotruf zuständig ist und sich zudem ehrenamtlich engagiert. Der Recklinghäuser ist stellvertretender Leiter der Notfallvorsorge, im Katastrophenschutz aktiv und für Material und den Fuhrpark der Malteser zuständig.

Elke Prinz: Sie suchte eine neue Herausforderung und hat beim Caritasverband einen Ausbildungskurs zur ehrenamtlichen Reisebegleiterin absolviert. Seither organisiert sie Ausflüge und gemeinsame Abende und steht Senioren mit Rat und Tat zur Seite. In der reisefreien Zeit engagiert sie sich zudem seit 2018 im Altenheim St. Hedwig Im Romberg und backt dort jeden Mittwoch Waffeln für die Bewohner.

Dr. Walter Pohle: Der Mediziner im Ruhestand hat schon früher freie Sprechstunden für Obdachlose in der Gastkirche abgehalten, er leistete Kranken Beistand bis hin zur Sterbebegleitung. Daneben ist er Mitgründer des Vereins „WiLmA“, der an der Marienstraße Kinder und Jugendliche fördert, unterstützt und betreut. Und Pohle hilft jungen Flüchtlingen, sich in die Gesellschaft zu integrieren, außerdem unterstützt der Träger des Bundesverdienstkreuzes und des Integrationspreises der Stadt Recklinghausen geflüchtete Familien aktiv bei Behördengängen.

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