Landgericht Bochum

Prozess gegen mutmaßlichen „Goldbad-Einbrecher“: Urteil im Oktober

Wohnungseinbrüche, bewaffnete Raubtaten und Zeugenbedrohungen: Die Liste der Vorwürfe gegen einen vorbestraften Recklinghäuser ist lang. Die juristische Aufklärung dauert länger als geplant.
Der Prozess um eine mutmaßliche Hammerattacke bei „Curry Heini“ läuft am Bochumer Landgericht. © dpa

Verlängerung im Prozess gegen einen mutmaßlichen Serientäter (40) aus Recklinghausen: Weil unter anderem noch zusätzliche Zeugen vernommen werden sollen, fällt das Urteil gegen den vielfach vorbestraften Einbrecher, der angeblich für ein angeberisches Handyfoto in einer Wanne voller selbst erbeuteten Goldschmucks gebadet haben soll, jetzt frühestens am 4. Oktober.

Laut Anklage soll der Mann, der bis Mitte 2020 eine siebenjährige Gefängnisstrafe verbüßt hat, zwischen Ende 2020 und April 2021 sechs Einbruchscoups verübt haben. Die Tatorte der Haus- und Wohnungseinbrüche lagen bis auf einen Fall in Suderwich alle unweit des Schimmelsheider Parks. Einmal soll der Angeklagte eine 90-jährige Anwohnerin mit Pfefferspray besprüht haben. „Ich habe mich wie blind gefühlt“, hatte sich die alte Dame als Zeugin erinnert. Ein anderes Mal soll er nachts eine schlafende Wohnungsinhaberin maskiert bedroht und beraubt haben.

Neben der Einbruchsserie geht es auch noch um einen Beutezug bei einem Herner Juwelier. Laut Anklage soll der Recklinghäuser dort in der Neujahrsnacht Schmuck im Wert von 4.300 Euro gestohlen haben. Außerdem soll der 40-Jährige am Rande eines Landgerichtsprozesses gegen seinen jüngeren Bruder einen Belastungszeugen eingeschüchtert haben.

Vor der 4. Strafkammer hat der mutmaßliche „Goldbad-Einbrecher“ bislang zu den Vorwürfen geschwiegen.

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