Tariferhöhung und Coronazahlung

KSR: Höhere Personalkosten drücken aufs Ergebnis

2020 bescherte den Kommunalen Servicebetrieben Recklinghausen einen negativen Jahresabschluss. Die zuständigen Wirtschaftsprüfer führen das vor allem auf gestiegene Personalkosten zurück.
Mit einer Mülltonne ist es nicht getan: Um die Aufräumarbeiten nach der Flut in Lüdenscheid zu unterstützen, ist KSR-Mitarbeiter Ulrich Schulz mit einem Sperrmüll-Fahrzeug in den Märkischen Kreis aufgebrochen. © Archiv

2019 erwirtschafteten die Kommunalen Servicebetriebe Recklinghausen (KSR) noch einen Überschuss von rund 600.000 Euro. Unter dem Jahresabschluss 2020 steht nun eine Summe mit einem anderen Vorzeichen: ein Fehlbetrag in Höhe von 78.000 Euro.

Die externen Wirtschaftsprüfer kommen als Autoren des Jahresabschlusses zu dem Schluss, dass sich vor allem die gestiegenen Personalkosten auf das Jahresergebnis auswirkten. Sie seien 2020 um 734.000 Euro auf insgesamt 21,1 Millionen Euro gestiegen. Das hat demnach mehrere Gründe: So sorgte ein neuer Tarifabschluss dafür, dass die Bezüge der Mitarbeiter schon ab Januar 2020 um 3,12 Prozent angehoben wurden. Gleichzeitig erreichten viele KSR-Frauen und -Männer im Zuge ihrer längeren Zugehörigkeit zur Stadttochter höhere Gehaltsstufen.

Ein weiterer Grund: Die rund 400-köpfige Belegschaft wuchs 2020 um vier weitere Mitarbeiter. Und dann gab es noch eine Corona-Einmalzahlung an alle KSR-Mitarbeiter in Höhe von insgesamt 222.000 Euro. Zumindest diese Summe wird im Jahresabschluss 2021 nicht mehr auftauchen, weswegen der nächste Bericht auch wieder mit einem Plus enden könnte.

Der Abend in Datteln

Täglich um 18:00 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.