Kommentator Joachim Schmidt über den Dächern von Recklinghausen. © Ralf Wiethaup
Kommentar

„Kinderarmut“ klingt nicht nur negativ – sie ist es auch

Der Drang, ein Problem durch Umbenennung kleinzureden oder schönzufärben, ist leider weit verbreitet, gerade in der Politik. Wörter wie „Schulden, Armut, Alter“ werden oft einfach aufgehübscht.

Ja, das Wort „Kinderarmut“ klingt negativ. Sie ist es ja auch. Und „Teilhabe“? Ich habe noch von keinem Menschen gehört, er habe damit ein Problem. Aber das soll ja wohl der Sinn der Sache sein. Ich will nicht zu viel in diese befremdliche Umbenennung von Armutsbekämpfung zu Teilhabe-Förderung hineingeheimnissen, aber sie ist in meinen Augen ein Versuch der Stadtspitze, das „Heile-Welt“-Image von Recklinghausen nicht zu beschädigen. Haben wir das nötig? Ich finde: Nein. Wenn man Probleme ernsthaft bekämpfen will, sollte eine klare Benennung des Problems sogar der erste Schritt sein.

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