Aktion am Rathaus Recklinghausen

Ingo Anderbrügge fährt in Recklinghausen im Oldtimer vor und will Gutes tun

Schicke Autos, viele fröhliche Menschen und Lokalprominenz: Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass auf dem Rathausplatz eine kleine Feier steigt. Doch es gibt einen ernsten Hintergrund.
Ingo Anderbrügge und Karl Möller sitzen vor dem Rathaus Recklinghausen in Karl Möllers rotem Triumph Cabrio aus dem Jahre 1963. Im Hintergrund ist ein weißer Oldtimer.
Ingo Anderbrügge (l.) und Karl Möller (r.) in Karl Möllers Triumph Cabrio aus dem Jahr 1963. Den Wagen besitzt er seit 32 Jahren. © Ashtar Hashim

Am Freitag (12.8.) fand auf dem Rathausplatz in der Recklinghäuser Innenstadt die Fackelübergabe des „Kinder-Lebens-Laufs“ statt. „Die Fackel kam aus Oberhausen und geht jetzt weiter nach Bochum“, erklärt Ex-Profifußballer Ingo Anderbrügge, der in den 80er- und 90er-Jahren beim BVB und auf Schalke kickte. Anderbrügge ist Mitbegründer der Gemeinschaft „Ruhrpotthelden“, die sich für gute Zwecke im Ruhrgebiet einsetzt. „Heute helfen wir dem Verein ‚Hilfe für verletzte Kinderseelen‘. Die sind seit Jahren eine stabile Einrichtung in Recklinghausen, und wir freuen uns, wenn wir Geld akquirieren können“, erklärte Anderbrügge, der öffentlichkeitswirksam in einem roten Triumph Cabrio aus dem Jahre 1963 vorgefahren war.

Recklinghäuser Verein „Hilfe für verletzte Kinder-Seelen“ sucht neue Ehrenamtliche

Der Kinder-Lebens-Lauf wird initiiert vom „Bundesverband Kinderhospiz“. Katharina Tenkhoff, politische Referentin des Verbandes, erklärte, dass der alle zwei Jahre stattfindende Lauf auf die verschiedenen Organisationen, die sich für Kinderhospizarbeit einsetzen, aufmerksam machen möchte. Darunter auch auf den Recklinghäuser Verein „Hilfe für verletzte Kinderseelen“. Anna Pein, Vorsitzende des Vereins, erzählte von herzzerreißenden Schicksalen und traumatischen Schicksalen: „Manche Kinder öffnen dem Papa, der vom Sport kommt, die Tür, umarmen ihn und er fällt ihnen sterbend entgegen.“ Der Verein sucht neue Helfer, die sich um trauernde Kinder kümmern möchten. Diese werden vorher gut geschult, weswegen niemand Scheu haben müsse, sich dem Verein anzuschließen. Vor allem über mehr männliche Helfer würde sich der Verein sehr freuen, betonte Pein.

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