DRK-Vorstand enttäuscht: Impfchancen in Recklinghausen werden nicht genutzt

Volontärin
Mann vor einer Großaufnahme einer Impfspritze im Oberarm
DRK-Vorstand Christoph Behrenspöhler (r.) versteht nicht, warum die Impfmöglichkeiten nicht genutzt werden. © dpa/Archiv
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Die Coronazahlen steigen kontinuierlich. Für Menschen ab 60 Jahren, Vorerkrankte und Personen, die im medizinischen Bereich arbeiten, empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) die zweite Auffrischungsimpfung.

In Recklinghausen ist das wieder am Samstag (22. Oktober) zwischen 12 und 18 Uhr im Zentrum des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) an der Kölner Straße 20 möglich. Seit drei Wochen wird hier auch der neu angepasste Impfstoff gegen die Omikron-Varianten BA.4/BA.5 angeboten, wie der DRK-Kreisverband Recklinghausen mitteilt.

Die Resonanz ist allerdings gering. „Ich bin enttäuscht“, so Vorstand Christoph Behrenspöhler auf Anfrage der Redaktion. Er habe mit mehr Zuspruch gerechnet: „Ich glaube, Corona spielt gerade keine große Rolle, weil wir mitten in einer anderen Krise stecken.“

DRK in Recklinghausen hat ausreichend Impfkapazitäten

Dabei habe man in Recklinghausen ausreichend Kapazitäten. In dem Zeitraum von sechs Stunden könne man in zwei Impfstraßen 300 Leute impfen. In den vergangenen vier Wochen waren es pro Samstag lediglich 20 bis 153 Personen.

Auch Behrenspöhler weist auf die Wichtigkeit der Auffrischung für bestimmte Personengruppen hin. „Der Kreis hält sich da an die STIKO-Empfehlung“, sagt er. Wichtig: Die letzte Impfung oder eine Infektion mit Corona müssen mindestens sechs Monate zurückliegen, so der Kreisverband.

Neben dem angepassten BA.4/BA.5-Impfstoff von Biontech, der in ausreichender Menge zur Verfügung stehe, werden auch die bisher eingesetzten Impfstoffe von Moderna, Biontech und Novaxovid für Erst- und Zweitimpfungen angeboten.