Aufräumaktion im Südpark

Engagierte Bürger machen sich gern die Finger schmutzig

Sie räumen ganz bewusst hinter rücksichtslosen Bürgern auf und deren Dreck weg. Die Gruppe „Stubenrein“ hat den Südpark von Müll befreit.
Sie sind die Gruppe "Stubenrein" (v.l.): Inge Bischof, Rolf Bick, Dorothea Riesenbeck, Mario und Carina Kaul, Kerstin Püttmann, Birgit Meyer. © Ulrich Nickel

Andere werfen gedankenlos Müll und Zigarettenkippen in die Landschaft. Die Aktiven um Kerstin Püttmann, die sich zu der losen Gruppe „Stubenrein“ zusammengeschlossen haben, lassen sich durch solche achtlosen Handlungen nicht aus der Ruhe bringen, sondern schöpfen Motivation und Kraft, um die Stadt in ein sauberes Erscheinungsbild zu bringen. Auf den Punkt gebracht: Sie räumen den Dreck anderer weg – und zwar freiwillig.

Mit Unterstützung von Nachbarn, Freunden und Mitstreitern des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) sowie des „Fuß e.V.“ säuberte die Gruppe nun den Südpark von Müll und Unrat. Einige Säcke kamen zusammen. Vor einem Jahr ballten die engagierten Bürger ihre Ressourcen und durchkämmten den Alten Friedhof am Lohtor.

„Wir schimpfen nicht, sondern handeln nach dem Motto ,machen statt motzen‘ und bringen uns ehrenamtlich ein“, sagt Carina Kaul. „Wir haben festgestellt, dass sich in der Gesellschaft bereits ein Bewusstseinswandel durchgesetzt hat“, ergänzt Dorothea Riesenbeck: „Der Müll, der achtlos entsorgt wird, hat doch abgenommen.“

Ralf Bick vom Verein „Fuß e.V.“ unterstützt die Sammelaktion und will die Voraussetzungen für Fußgänger verbessern. „Ich möchte meinen Beitrag leisten, den Südpark als grüne Oase und Erholungsort für Fußgänger zu erhalten“, erklärt er seine Motivation.

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