Umsiedlung vereitelt

Tauziehen um Standort in Recklinghausen: Aldi kommt nicht zur Dieselstraße

Aldi will zur Dieselstraße, doch das will der Stadtrat nicht – und der sitzt am längeren Hebel: Mit einer Veränderungssperre werden die Pläne des Discounters einmal mehr durchkreuzt.
Aldi-Markt an der Salentinstraße
Der Aldi-Markt an der Salentinstraße soll erhalten bleiben. © Jörg Gutzeit

Es bleibt dabei: Aldi wird sich bis auf Weiteres nicht an der Dieselstraße ansiedeln können. Schon vor knapp einem Jahr hatten wir darüber berichtet, dass der Discounter eine entsprechende Bauvoranfrage gestellt hatte. Stattdessen wolle man die Filiale an der Salentinstraße 160 (neben der Hasselmannbrücke) aufgeben, hieß es.

Das war aber so gar nicht im Sinne von Verwaltung und Politik, die die den Markt dort wegen der Nahversorgung im Kern von Grullbad nur zu gerne belassen würden. Deshalb hatte man eine sogenannte Veränderungssperre ausgesprochen, mit der das Aldi-Vorhaben erst einmal auf Eis gelegt wurde.

Diese Veränderungssperre wäre allerdings im September dieses Jahres abgelaufen, und deswegen hat man noch vor der politischen Sommerpause gehandelt. Der Rat der Stadt hat erneut eine Veränderungssperre beschlossen, diesmal gar für zwei Jahre.

Nötig ist diese Maßnahme, weil der Plan des Discounters grundsätzlich erst einmal rechtens wäre. Um dauerhaft eine Ansiedlung von Aldi an der Dieselstraße zu verhindern, muss man den Bebauungsplan für diesen Bereich verändern, doch das ist bislang noch nicht geschehen. Offiziell wird das Vorgehen damit begründet, dass man zentrale Versorgungsbereiche wie die Bochumer Straße nicht schwächen will.

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