Volksbefragung

Volksbefragung steht bevor: Kreis Coesfeld warnt vor Betrügern

Im Mai steht wieder eine Volksbefragung an. Der Zensus. Ehrenamtliche Interviewer befragen Haushalte. Der Kreis Coesfeld warnt vor Betrügern.
Ausschließlich autorisierte Interviewer werden bei der Volksbefragung Zensus im Kreis Coesfeld eingesetzt (Symbolfoto).
Ausschließlich autorisierte Interviewer werden bei der Volksbefragung Zensus im Kreis Coesfeld eingesetzt (Symbolfoto). © picture alliance / dpa

Alle zehn Jahre läuft er in der Europäischen Union: Im Mai 2022 findet auch in Deutschland der Zensus statt – eine weitreichende Volksbefragung, mit der Bevölkerungs- und Wohnungsdaten gewonnen werden. Dabei kommen ehrenamtliche Interviewerinnen und Interviewer zum Einsatz, die für die Erhebungsstelle ausgewählte Haushalte im Kreis Coesfeld befragen sollen.

Sie werden am Dienstag (19. April 2022) im Großen Sitzungssaal im Kreishaus letztmalig für diese Aufgabe geschult. Eine spezielle Schulung wird es noch am 21. April 2022 im Kleinen Sitzungssaal für die so genannten Sonderbereiche wie Gemeinschaftsunterkünfte oder Wohnheime geben. Und genau diese autorisierten Menschen – und nur sie – werden die Haushalte aufsuchen. Die Erhebungsstelle warnt vor Betrügern, die sich als Beauftragte ausgeben.

Interviewer können sich ausweisen

„Interviewerinnen und Interviewer fragen niemals nach einer Bankverbindung, einer Pinnummer oder nach Wertgegenständen wie zum Beispiel Schmuck“, warnt Roland Pokern, Leiter der Erhebungsstelle beim Kreis Coesfeld. „Die ehrenamtlichen Erhebungsbeauftragten können sich stets mit einem Dienst- und ihrem Personalausweis ausweisen.“

Sie werden ab dem 1. Mai 2022 ihre zugewiesenen Bezirke erstmalig aufsuchen. Dabei soll jeweils die Adresse auf Richtigkeit geprüft und eine Terminankündigung für die zu befragenden Personen hinterlegt werden. Die eigentliche Erhebung, also die Befragung der an einer bestimmten Adresse wohnenden Personen, wird nach dem 15. Mai beginnen.

Direkte Erhebung von Grunddaten

Dabei werden laut einer Pressemitteilung des Kreises Coesfeld Grunddaten der Befragten direkt erhoben: Dazu zählen Vorname, Nachname, Geburtsdatum, Geschlecht, Staatsangehörigkeit, Familienstand und Wohnungsstatus (Erst- oder Zweitwohnsitz).

Die weiteren tiefergehenden Fragen, wo es um soziodemografische Daten geht – wie etwa Ausbildung, Schulbildung, ausgeübter Beruf, Arbeitsort und Branche – können von den Befragten über einen speziellen Zugangscode im Internet beantwortet werden. Diese Zugangscodes werden von den Interviewerinnen und Interviewern ausgehändigt.

Eine Befragung dauert laut Kreis Coesfeld im Normalfall zehn bis 15 Minuten. „Insgesamt werden rund 21.000 Personen an circa 7200 Anschriften im Kreis Coesfeld befragt“, berichtet Pokern.

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