Aktion „sicher.mobil.leben“

Verkehrskontrolle im Kreis Coesfeld hat für einige Fahrer teures Nachspiel

Alkohol- und Drogeneinfluss gehört auf den Straßen des Kreises Coesfeld zu den Hauptunfallursachen. Eine kreisweite Verkehrskontrolle der Polizei am Donnerstag (5. Mai) wird nun für einige teuer.
Nicht nur auf Alkohol- und Drogeneinfluss wurden die Verkehrsteilnehmer von Polizeihauptkommissar Reinhard Dittrich und seinen Kollegen im Kreis Coesfeld kontrolliert.
Nicht nur auf Alkohol- und Drogeneinfluss wurden die Verkehrsteilnehmer von Polizeihauptkommissar Reinhard Dittrich und seinen Kollegen im Kreis Coesfeld kontrolliert. © Polizei Coesfeld/dpa

Die Zahl der Verkehrsteilnehmer, die unter Alkohol- oder Drogeneinfluss von der Polizei im Kreis Coesfeld erwischt werden, steigt. Im Jahr 2021 registrierten die Beamten 258 solcher Fälle, 2020 waren es noch 198. Ein Jahr zuvor waren es mit 245 Anzeigen in diesem Bereich zwar nur unwesentlich mehr, die Polizei sieht dennoch Grund zum Handeln.

„Drogen- und Alkoholeinfluss gehören zu den häufigsten Unfallursachen. Auch wenn die Unfallzahlen mit 62 im vergangenen Jahr zu 72 im Jahr 2020 rückläufig sind, ist jeder Unfall einer zu viel“, heißt es von der Polizei Coesfeld. Die Behörde führte deshalb am Donnerstag (5. Mai) einen kreisweiten Kontrolltag unter dem Motto „sicher.mobil.leben – Fahrtüchtigkeit im Blick“ durch, um für die Gefahren zu sensibilisieren.

Vier untersagte Weiterfahrten

Einsatzleiter Polizeihauptkommissar Reinhard Dittrich weiß, dass Drogen und Alkohol erhebliche Auswirkungen auf die Fahrtauglichkeit haben: „Sie mindern die Reaktions- und Konzentrationsfähigkeit. Das gilt auch für manches Medikament.“ Die Formel sei ganz einfach: „Wer nicht fahrtüchtig ist, lässt es.“

Die Verkehrskontrollen richteten sich an sämtliche Verkehrsteilnehmer. „Wir haben Autofahrer genauso überprüft wie jene, die auf E-Scootern, Motorrädern oder Fahrrädern unterwegs waren“, sagt Dittrich. Insgesamt haben die Einsatzkräfte 124 Autos, 21 Lkw und 4 Motorräder mit ihren jeweiligen Fahrzeugführerinnen und -führern kontrolliert. Davon waren zwei ohne Fahrerlaubnis unterwegs und zwei weitere standen unter dem Einfluss von Drogen. Allen vieren wurde die Weiterfahrt untersagt. Die beiden unter Drogeneinfluss stehenden Fahrer mussten laut Polizei zwecks Blutprobenentnahme mit zur Polizeiwache.

Fahren ohne Fahrerlaubnis führt zu einem Strafverfahren, das Fahren unter Drogeneinfluss ohne Ausfallerscheinungen ist dagegen nur eine Ordnungswidrigkeit – allerdings eine kostspielige: „Ersttäter“ müssen mit 500 Euro Bußgeld, einem Monat Fahrverbot und zwei Punkten in der Flensburger Zentraldatei rechnen.

Handy-Verstoß kostet 100 Euro

Darüber hinaus wurden von den Beamten 21 Verkehrsverstöße mit einem Verwarngeld oder einer Anzeige geahndet. In neun Fällen ging es dabei um Ablenkung durch Handy oder sonstige elektronische Geräte. Der Bußgeldkatalog sieht für diese Fälle ein Bußgeld von 100 Euro und einen Punkt vor.

Nicht nur die Ahndung von Verstößen war Teil des Kontrolltages, sondern auch die Prävention. Aus gutem Grund, wie Reinhard Dittrich sagt: „Aufklärung ist ein wichtiger Baustein. Denn über die Themen Drogen und Alkohol hinaus gibt es weitere Faktoren, die für die Verkehrssicherheit wichtig sind.“ Darunter fallen Müdigkeit und gutes Hören. Brenzlige Situationen seien nicht auszuschließen, wenn ein Verkehrsteilnehmer seine Umwelt nicht wahrnimmt.

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