Tipps der Polizei

Tipps der Polizei für einen sicheren Urlaub: Vorbeugen und aufpassen

Die Sommerferien stehen an. Vor Urlaubsantritt und im Urlaub selbst kann man sich schützen, um nicht Opfer einer Straftat zu werden. Die Kreispolizei Coesfeld hat Tipps.
Wer sich vor Urlaubsantritt mit seinen Nachbarn abstimmt und Sicherungsmaßnahmen für Haus und Wohnung trifft, muss später nicht erleben, wie die Spurensicherung der Polizei nach einem Einbruch in Aktion treten muss.
Wer sich vor Urlaubsantritt mit seinen Nachbarn abstimmt und Sicherungsmaßnahmen für Haus und Wohnung trifft, muss später nicht erleben, wie die Spurensicherung der Polizei nach einem Einbruch in Aktion treten muss. © Polizeiliche Kriminalprävention

Langfinger und Betrüger machen keinen Urlaub. Das ist keine Binsenweisheit, sondern Realität. Doch man kann sich schützen. Das beginnt schon bei der Vorbereitung, gilt für die Zeit der Abwesenheit von zu Hause und natürlich auch am Urlaubsort, heißt es in einer Pressemitteilung der Kreispolizeibehörde Coesfeld.

Bei vielen steht der Sommerurlaub kurz bevor. Ob mit dem Flieger, der Bahn, dem eigenen Fahrzeug wie Auto, Motorrad oder Wohnmobil an den Strand oder in die Berge – damit sie ihre gute Erholung und Urlaubsstimmung genießen können, sollten Urlauber im Voraus einige Sicherheitsmaßnahmen bedenken.

Das sind die Tipps der Polizei:

  • Wichtig schon vor Urlaubsantritt ist, alle wichtigen Unterlagen wie beispielsweise Ausweispapiere zu kopieren und diese getrennt vom Original aufzubewahren, damit man im Fall eines Diebstahls alle wichtigen Dokumente schnell parat hat.
  • Bitten Sie einen Nachbarn oder eine Nachbarin, während der Zeit Ihrer Abwesenheit regelmäßig den Briefkasten zu leeren und die Rollläden zu bedienen, damit Ihr Zuhause nicht unbewohnt erscheint.
  • Hinterlassen Sie auch auf Ihrem Anrufbeantworter oder in den sozialen Netzwerken keine entsprechenden Nachrichten.
  • Bei Buchungen im Internet sollte der Anbieter genau geprüft werden, um nicht auf einen Fake-Shop hereinzufallen. Hierbei gilt: Nur per Rechnung oder Bankeinzug bezahlen. Niemals per Vorkasse, sonst ist das Geld unter Umständen weg.



  • Um Debit- beziehungsweise Kreditkarten bei einem Diebstahl unverzüglich sperren zu können, notieren Sie die Sperrnotruf-Nummer 116 116.
  • Tauschen Sie fremde Währungen grundsätzlich nur in Geldinstituten, nie auf der Straße. Dort könnten Ihnen Kriminelle das Geld entreißen oder Falschgeld unterjubeln.
  • Kaufen Sie Fahrscheine für Ausflugsfahrten oder Eintrittskarten für Veranstaltungen nur im Hotel oder bei offiziellen Verkaufsstellen, nicht bei „fliegenden Händlern“ auf der Straße.
  • Nehmen Sie nur so viel Bargeld, Zahlungskarten oder Ausweise mit wie nötig und tragen Sie diese immer am Körper (zum Beispiel in einer verschließbaren Innentasche der Kleidung, im Brustbeutel oder in einer Gürteltasche). Behalten Sie auch beim Bezahlen Ihre Kreditkarte immer im Auge. Bewahren Sie Ihre persönliche Identifikationsnummer (PIN) nicht in Ihrer Geldbörse auf. Lernen Sie sie auswendig.
  • Lassen Sie Wertgegenstände und Ihr Gepäck nie unbeaufsichtigt.



  • Seien Sie insbesondere bei größeren Menschenansammlungen, zum Beispiel im Gedränge an Bahnhöfen, Flughäfen oder in der Nähe von Sehenswürdigkeiten vorsichtig. Diese sind bei Taschendieben sehr beliebt.
  • Eine Auswahl von Tricks, die Taschendiebe anwenden:
  • Der Falsche-Touristen-Trick: Falsche Touristen fragen ihre Opfer nach dem Weg und halten ihnen einen Stadtplan vor. Während das Opfer versucht zu helfen und die Karte in beide Hände nimmt, stibitzen die falschen Touristen etwas aus der Handtasche.
  • Der Rempel-Trick: Sie rempeln ihre Opfer im Gedränge an oder nehmen sie mit Komplizen „in die Zange“. Während das Opfer abgelenkt ist, greifen sie oder ihre Komplizen in die Tasche.
  • Der Beschmutzer-Trick: Sie bekleckern ihre Opfer „versehentlich“. Beim wortreichen Reinigungsversuch verschwindet das Geld des Opfers aus der Bekleidungstasche.
  • Der Drängel-Trick: In vollen Bussen oder Bahnen rückt ein Dieb unangenehm dicht an das Opfer heran, das ihm den Rücken zuwendet und so die Tasche „griffbereit“ anbietet.
  • Der Geldwechsel-Trick: Sie bitten das Opfer, eine Münze zu wechseln. Wenn das Opfer die Geldbörse zieht und das Münzfach öffnet, wird es vom Täter abgelenkt. Während dieser beispielsweise seine Münze in die Börse wirft, nimmt er Banknoten heraus.



  • Tragen Sie Ihre Handtasche immer am Schulterriemen und klemmen Sie diese auf der zur Straße abgewandten Seite unter den Arm, damit vorbeifahrende Rad- oder Mopedfahrer sie nicht entreißen können.
  • Schließen Sie Auto, Wohnwagen, Hotelzimmer oder Ferienwohnung immer ab, auch wenn Sie nur kurz weg sind. Lassen Sie Geld und andere Wertsachen nie offen herumliegen.
  • Vereinbaren Sie, bevor Sie Dienstleistungen wie Taxifahrten, Ausflüge oder Fremdenführungen in Anspruch nehmen, einen verbindlichen Preis.

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