Streit um Neue Stever: Stadtverwaltung geht in Informations-Offensive

Redakteur
Die Steveraue ist ein ökologisches Vorzeigeprojekt, das zudem viele Menschen anzieht. Ähnlich stuft die Stadt Olfen das Projekt Neue Stever ein.
Die Steveraue ist ein ökologisches Vorzeigeprojekt, das zudem viele Menschen anzieht. Ähnlich stuft die Stadt Olfen das Projekt Neue Stever ein. © Stadt Olfen
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Kaum ein Thema ist in Olfen aktuell so heftig umstritten wie der geplante Bau der Neuen Stever. Die Stadt Olfen geht in eine Informations-Offensive: Die Planfeststellungsunterlagen werden ab Mittwoch (26. Januar) auf der Internetseite der Stadt Olfen veröffentlicht.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger haben somit die Möglichkeit, sich die genauen Genehmigungsunterlagen anzusehen. Eventuell anfallende Fragen können bei der Bürgerversammlung gestellt werden. Es ist außerdem möglich, Fragen im Vorfeld schriftlich bei der Stadt Olfen einzureichen.

UWG hat sich früh gegen Projekt ausgesprochen

Die Diskussion über das Projekt läuft seit mehreren Jahren. Bereits vor rund zwei Jahren hatte Axel Ellertman deutlich gemacht, dass aus Sicht der UWG „die Neue Stever ruhig ins Wasser fallen kann“. Ihre Ablehnung hatte die UWG auch damit begründet, dass der Stever viel Wasser entzogen werden müsste. Zudem beklagte die UWG den Verlust „wertvollen und knappen Ackerlandes“.

Die Stadt Olfen hat hingegen eine ganz andere Sicht auf das Projekt. Wiederholt betonte Bürgermeister Wilhelm Sendermann: „Nur, wenn die Neue Stever der Stadt kein Geld kostet, sollte sie das Projekt durchführen.“ Die Folgekosten hält er für verantwortbar. „Ich kenne das von der Steveraue seit fast 20 Jahren. Die Kosten sind sehr niedrig und im Verhältnis zum großen Nutzen auch für die Bürgerinnen und Bürger verantwortbar.“